Dahme

Einweihung Postmeilensäule in Dahme

Die Stadt Dahme/Mark liegt ca. 70 km südlich von Berlin im südlichsten Zipfel vom Landkreis Teltow- Fläming. Die Kleinstadt mit ca. 3.200 Einwohnern ist bekannt durch einen gut erhaltenen historischen Stadtkern und bildet das Zentrum des gleichnamigen Amtes. Sie befindet sich im östlichsten Teil des Niederen Fläming.

Kulturell wird die Stadt, trotz ihrer Nähe zur Lausitz, auch heute noch von den Sitten und Bräuchen des Flämings beeinflusst. Man feiert nach wie vor die Fastnacht, backt bei Volksfesten Klemmkuchen über offenem Feuer oder trägt zu besonderen Anlässen die Flämingtracht.

Dahme überzeugt durch viele historische Bauten, doch auch die Moderne kann sich sehen lassen. Besonders beeindruckend ist die Flaeming-Skate, die es ermöglicht, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten barrierefrei zu erkunden.

Stadtgeschichte

Klosterkirche in Dahme
Museum in Dahme

Durch Dahme führt eine Hauptverkehrsstraße, die heutige B102, die schon im Mittelalter von großer Bedeutung war. Verdankte doch das Städtchen diesem wichtigen Handelsweg die Ansiedlung von Handwerkern, die darüber ihre Güter vertrieben – vor allem auch Salz aus Magdeburg. Deshalb erhielt sie einst den Beinamen „Lüneburger Salzstraße“. Die entstandene Siedlung wurde Burgwarte DAMA genannt. Diese übergab Friedrich I. (Kaiser Barbarossa) im 12. Jahrhundert an Erzbischof Wichmann von Magdeburg. Der Erzbischof holte gemeinsam mit dem Askanierfürst „Albrecht der Bär“ flämische Bauern in das dünnbesiedelte Land, wonach der Höhenzug seinen Namen „Fläming“ erhielt.

Markt- und Zollrechte brachten Dahme einen wirtschaftlichen Aufschwung, der jedoch durch zahlreiche Feuer in siebenhundert Jahren immer wieder gestört wurde.

Im Mittelalter stand Dahme zunächst unter dem Einfluss von Kursachsen und wurde 1815 nach dem  Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen. Dass der Dahmer Kaufmann Otto Unverdorben im Jahr 1826 als erster das Anilin entdeckte, blieb nahezu unbemerkt. Viel wichtiger für die Dahmenser war der durch ihn eingeführte neue Erwerbszweig, die Zigarrenherstellung. Um 1800 florierte in der Stadt der Wollhandel und damit verbunden die Tuchherstellung.  Als dritter bemerkenswerter „Industriezweig“ ist die Schuhherstellung zu nennen.

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten jener Zeit zählt der Münzmedailleur Friedrich Wilhelm Kullrich. Er machte sich in Deutschland wie im Ausland einen Namen und schuf nach 1871 die ersten Münzen für das Deutsche Reich.

Sehenswürdigkeiten

Rathaus
1893 bis 1894 im Stil der Neo-Renaissance auf den Grundmauern der alten Nicolaikirche errichtet, Entwurf: Architekt Max Jacob, Mittelpunkt der Stadt; seit 2010 Sitz der Bibliothek und der Tourist-Information

Klosterkirche
Um 1300 Wirkungsstätte der Karmelitermönche; heute „Kulturherberge Kloster Dahme“ mit kulturellem und sozialem Angebot, barrierefreies Gebäude

Die Hauptkirche St. Marien
Im Kern gotischer Feldsteinbau mit einem in Achteckform übergehenden Turm mit barocker Haube, ältestes Gebäude der Stadt

Der Töpfermarkt
Der Platz erhielt seine heutige Form nach einem Brand Mitte des 19. Jahrhunderts, 1994/95 gemäß dem Erscheinungsbild der 1920er Jahre saniert; heute wieder als Wochenmarkt und einmal im Jahr als Töpfermarkt  genutzt

Das Heimatmuseum
Eröffnet am 2. Juli 1905, ältestes Museum im heutigen Landkreis Teltow-Fläming, seit 1978 in einem Fachwerkbau in der Töpferstraße ansässig; wechselnde Sonderausstellungen sowie Veranstaltungen unterschiedlichster Art, Dauerausstellungen zu Trachten, Brauchtum, bäuerlichem Leben des 18./19. Jahrhunderts im Niederen Fläming, Entwicklung des örtlichen Handwerks, Vereinsleben der Stadt

Schlossruine und Schlosspark
Erbaut zwischen 1711 und 1714 unter Einbeziehung der gesamten Vorgängersubstanz einer Wasserburg im Barockstil, zunächst Heim der Herzöge von Sachsen, bis zum Verfall in den 1950er Jahren Sitz verschiedenster Einrichtungen; heute als gesicherte Ruine einmalige Kulisse für Veranstaltungen.
Der Schlosspark wurde zusammen mit dem Schloss als Barockgarten angelegt, spätere Umgestaltung in einen „englischen“ Garten, Baumbestand mit einigen seltenen Arten, 1901 Anlegung eines kleinen Tierparks mit überwiegend einheimischen Tieren

Fachwerkhäuser
Besonders viele historische Fachwerk- und Gesindehäuser finden sich der Töpferstraße, mit drei Etagen größtes Fachwerkhaus der Stadt ist der Kornspeicher (1724 errichtet, bis 1989 genutzt); weitere Fachwerkhäuser finden sich in der Max-Hannemann-Straße (Neustadt), typisch sind die Vorgärten, Wein- und Rosenspaliere sowie der sehr breite Straßenraum

Historische Stadtmauer
Jahrhundertwerk aus dem 13. Jh., Schichtbauweise, vorwiegend Raseneisenstein – deshalb auch „eiserne“ Stadtmauer genannt; barrierefreier Stadtrundweg entlang der Mauer   

Vogelturm
Einziges erhaltenes Bauwerk der beiden ehemaligen Stadttore, Turm 1563 ausgebrannt / 1892 wieder aufgebaut

Viktoriastift
Zwei Gebäude, 1894 und 1909 von Freimaurern als Schwesternhäuser für Witwen und Waisen im Stil märkischer Backsteingotik erbaut; in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das unscheinbare Logengebäude der Dahmer Freimaurerloge, 1894 erbaut; heute stehen die Gebäude sozialen Zwecken im Sinne der Freimaurer zur Verfügung (Mehrgenerationenpark)

Veranstaltungen

März/April
Osterfeuer

Juni
OTTMA – Antik-Trödel- & Teilemarkt im Schlosspark (am letzten Sonntag)

August
Kneipennacht (Anfang des Monats)

September
Antik- und Trödelmarkt an der Schlossruine (2. Sonntag)

Oktober
Töpfermarkt (am letzten Sonntag)

Dezember
Weihnachtsmarkt der regionalen Besonderheiten (3. Advent)

Ausflugstipps und Freizeitgestaltung

Altsorgefeld
Waldlehrpfad

Wahlsdorf
Kreativbude, Freibad, Heimatstube

Schöna-Kolpien
Holländermühle

Kolpien
Dahmequelle

Wildau-Wentdorf
Damm-Mühle

Wiepersdorf
Schloss und Park derer von Arnim

Baruth
Wildpark Johannismühle

Glashütte
Museumsdorf

Gehren
Waldbühne

Körbaer Teich
Erholungsgebiet

Langengrassau
Höllberghof

Krausnik
Tropical Islands


Flaeming-Skate

Die Flaeming-Skate ist eine Rundstrecke für Inlineskater, Radfahrer und Rollstuhlfahrer. Mittlerweile hat sich die Strecke auf ca. 240 km Gesamtlänge erweitert. Auch in und um Dahme kann diese hervorragende Bahn bestens genutzt werden. Der Rundkurs 7 führt Sie auf dem Weg von Dahme zu den amtszugehörigen Orten Prensdorf, Buckow, Liepe, Wahlsdorf, Niebendorf-Heinsdorf, Ihlow und Niendorf. Zudem führt Sie die Strecke S8 von Dahme zum Körbaer Teich.
Fahrräder können in der „Seniorenresidenz Am Schlosspark Dahme“ ausgeliehen werden.
www.flaeming-skate.de


Strandbad-/Freibad, Fahrradverleih, Kutschfahrten/Kremser, Reiten, Wandern, Angeln, Tennis, Squash, Fitness

Ansprechpartner

Tourist-Information
Hauptstraße 48/49
15936 Dahme/Mark

Tel. 035451 / 98120
Fax 035451 / 98144

touristinfo@dahme.de
www.dahme.de

Anreise

Anfahrt per ÖPNV:

Bahnhof Luckau-Uckro:

  • RE 3/ regelmäßiger Bus (Linie 466)

Bahnhof Jüterbog:

  • RE5, weiter per Bus (ab Jüterbog Linie 754)


Anfahrt per PKW:

  • Von Berlin aus über die A13 (Richtung Dresden), Abfahrt Staakow
  • Von Dresden oder Cottbus über die A13 (Richtung Berlin), Ausfahrt Duben – B87 nach Luckau und dann auf der B102 nach Dahme
  • Von Halle oder Leipzig über die A9 (Richtung Berlin), Ausfahrt Niemegk - B102 via Treuenbrietzen und Jüterbog nach Dahme