Gransee

Gransee (5.800 Einwohner) ist umgeben von klaren Seen und weiten Laub- und Mischwäldern. Badeseen und Naturschutzgebiete laden zur aktiven Erholung ein.

Geplant wurde die Stadt mit ihren rechtwinkligen Straßen und Karrees auf dem Reißbrett. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die Stadtkirche St. Marien – ein gewaltiger Backsteinbau mit drei Schiffen, Zweiturmfassade und monumentalem Giebel. Umgeben wird sie von einer Anfang des 14. Jahrhunderts errichteten, fast ringförmigen und zu 80 Prozent noch erhaltenen Stadtmauer mit Toren, 35 Wiekhäusern (eine Sonderform von Verteidigungsbauten) und Wallgärten. Als begehbare Ruine erhalten ist das neben der Stadtmauer gelegene, Ende des 13. Jahrhunderts erbaute und 1561 während der Reformation aufgelöste Franziskanerkloster. Vom Pulverturm aus kann man einen guten Überblick über die Stadtanlage gewinnen.

Auf dem Schinkelplatz erinnert das von Karl Friedrich Schinkel geschaffene Luisendenkmal an die jung verstorbene Königin Luise von Preußen. Die „Königin der Herzen“, Symbolfigur im Widerstand gegen Napoleon, wurde im Jahre 1810 während des Trauerzugs für eine Nacht hier aufgebahrt.

Stadtgeschichte

Entstanden ist Gransee vermutlich um 1200 am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen. Stadtrecht und Zollfreiheit wurden 1262 verliehen. 1711 wurde Gransee durch einen großen Stadtbrand stark zerstört und als Planstadt neu aufgebaut.

Die wirtschaftliche Blüte der Stadt beruhte bis in das 16. Jahrhundert hinein auf dem Ackerbau, dem Handwerk und der Bierbrauerei. Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Obstbau Gransees wichtigster Gewerbezweig.

Sehenswürdigkeiten

Stadtkirche St. Marien
14./15. Jh., dreischiffige Backstein-Hallenkirche auf Feldsteinunterbau eines frühgotischen Vorgängers, monumentaler Ostgiebel, westliche Zweiturmfassade; im Innern Kreuzrippengewölbe, zwei wertvolle mittelalterliche Altäre, Wagner-Orgel von 1744; für Besichtigungen geöffnet

Ruppiner Tor
Mit Blenden und Maßwerkfriesen geschmückt, daneben das Waldemartor; in den Räumen des Tores ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte

Ehemalige St. Spiritus Kapelle
Um 1300, traufständiger Backsteinbau; heute Heimatmuseum, Ausstellungen zur Kultur- und Heimatgeschichte der Stadt und der Umgebung, Ur- und Frühgeschichte, Barock und Renaissance, Luisenzimmer, Stadtmodell, wechselnde Ausstellungen

Pulverturm
15. Jh., runder Mauerturm mit reichem Zinnenkranz und achteckigem Spitzhelm; über das Museum zugänglich

Ruine des Franziskanerklosters
Erhalten sind Klausurflügel und nördliche Chorwand als begehbare Ruine

Luisendenkmal
Von Schinkel entworfen, aus Eisenguss, erinnert an den Trauerzug der jung verstorbenen Königin nach Berlin

Stadtmauer
Gut erhaltene Mauer aus Feldsteinen mit Wiekhäusern und Mauerturm in Backstein – zusammen mit der geschlossenen Wall- und Grabenzone ein eindrucksvolles historisches Stadtbild

Rathaus
Altes Rathaus von 1711 als Eckgebäude, neues Rathaus von 1924; 2001 umfassend saniert, außerhalb des historischen Stadtkerns

Warteturm
15. Jh., am südwestlichen Stadtrand achteckiger Turm aus Backstein auf Feldsteinsockel, begehbar

Kulturelles Angebot

  • Sommermusik in der St. Marien-Kirche (Juni bis September) 

Veranstaltungen

Juni
Stadtfest (Anfang des Monats)
Tag der offenen Tür Schloss Meseberg

Juni bis September
Sommermusik in der St. Marien-Kirche

Dezember
Weihnachtsmarkt (Mitte des Monats)

Ausflugstipps und Freizeitgestaltung

Meseberg
Schloss (1738/39) mit Barockgarten (Gästehaus der Bundesregierung), einmal jährlich Tag der offenen Tür;  Kirche mit Votivgemälde von 1588

Neuglobsow
Idyllischer Erholungsort am Stechlinsee (einer der tiefsten und klarsten Seen in Norddeutschland) mit vielfältigen Möglichkeiten zum Baden, Rudern, Angeln, Wandern; denkmalgeschützte Glashüttenarbeiterhäuser

Menz
Naturparkhaus

Dollgow
Strittmatter Gedenkort

Zernikow
Ortslage beeindruckt durch die in ihrer Gesamtheit erhaltene barocke Gutsanlage, das Fredersdorffsche Erbbegräbnis, die Kirche und die geschützten Alleen

Buberow
Rundlingsdorf

Altlüdersdorf
Fachwerkkirche aus dem 17. Jahrhundert

Rheinsberg
Schloss, historischer Stadtkern, Fahrgastschifffahrt

Mildenberg
Ziegeleipark, Technikmuseum

Fürstenberg
Gedenkstätte des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, Barockschloss von 1752

Badingen
„Festes Haus“ (Herrenhaus aus dem 16. Jh.), Dorfkirche aus Feldstein (13. Jh.)

Zehdenick
Eindrucksvolle Klosterruine, klassizistisches Rathaus, Fachwerkbauten des ehemaligen Amtshauses und des so genannten Schlosses, Stadtkirche (1805-12)

Lindow
Stadt zwischen drei Seen; Kloster am Wutzsee

Dannenwalde
Barocke Rundkirche

Hoppenrade
Schloss (1724, um 1800 umgebaut)


Laufpark Stechlin

Beste Bedingungen für Läufer, Kombisportarten (z.B. Duathlon, Triathlon), Wanderer, Radfahrer, etc.
62 Rundkurs-Strecken zwischen 3,4 und 32,8 km
www.laufpark-stechlin.de

Fallschirmspringen
Eines der modernsten und professionellsten Fallschirmsportzentren Deutschlands
Flugplatz Gransee (3 km Richtung Zehdenick), Anmeldung Tel. 03306 / 79940
www.gojump.de


Museum, Fahrradverleih , Kutschfahrten/Kremser, Reiten, Wandern, Angeln

Ansprechpartner

Tourist-Information Gransee
Verschönerungsverein Gransee e.V.
Informationen im Heimatmuseum am Ruppiner Tor
Rudolf-Breitscheid-Str. 44
16775 Gransee
Tel. 03306 / 21606
Fax 03306 / 21612

museum@gransee-info.de 

www.gransee.de (Amt Gransee)
www.gransee-info.de (Verschönerungsverein Gransee e.V.)


Weitere Touristeninformationen:

Fürstenberg:  Tel. 033093 / 32254 www.fuerstenberger-seenland.de
Neuglobsow:  Tel. 033082 / 70202 www.stechlin.de
Zehdenick:  Tel. 03307 / 2877 www.fremdenverkehrsbuero-zehdenick.de

Anreise

Anfahrt per ÖPNV:

Bahnhof Gransee:

  • RE 5 (Berlin – Stralsund/Rostock)