Kremmen

Die Ackerbürgerstadt Kremmen (7.500 Einwohner) ist eingebettet in das landschaftlich einzigartig schöne und naturkundlich besonders reiche Rhinluch. Seit der Kultivierung wird das Landschaftsbild des einst unwegsamen Niedermoorgebiets von endlos weit erscheinenden, von Kanälen und Gräben durchzogenen Luchwiesen bestimmt – Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Ein Naturschauspiel der besonderen Art zieht alljährlich Vogelexperten und Naturliebhaber an: Tausende von Kranichen sammeln sich im Herbst auf den Luchwiesen, bevor sie ins warme Spanien oder nach Südfrankreich fliegen. Nur wenige Autominuten von Berlin entfernt, bietet Kremmen beste Bedingungen um sich vom Lärm der Großstadt zu erholen: Wandern, Radfahren, Laufen oder Boot fahren auf dem Kremmener See.

Das Stadtbild Kremmens ist durch eine ländliche Architektur geprägt. Die ältesten Häuser der historischen Altstadt sind gut 320 Jahre alt. Einmalig ist das Scheunenviertel außerhalb der Altstadt, mit 40 Gebäuden das wohl größte Scheunen-Ensemble in Deutschland. Heute ist das Scheuenviertel eine Künstlerkolonie mit Bildhauern, Grafikern, Malern, Goldschmieden, Antiquitätenhändlern und Münzprägern.

Stadtgeschichte

1298 erhielt Kremmen das Stadtrecht, mehrfach war es bedeutsamer Treffpunkt von Fürsten. Seine Existenzgrundlage, die Landwirtschaft, ist dem Luch abgetrotzt. Eine Kulturlandschaft konnte sich erst mit der Trockenlegung der Sümpfe, vorwiegend im 18. Jahrhundert, entwickeln. Die Torfstecherei zählte noch bis in die 1920er Jahre hinein zu den Erwerbszweigen der Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Nikolai
1200, ältestes Bauwerk der Stadt, im 19. Jh. zum neugotischen dreischiffigen Langhaus erweitert, barocke Ausstattung mit Altar und Kanzel von 1686

Rathaus
Neoklassisch, 1841 nach dem Stadtbrand neu errichtet; der Vorgängerbau befand sich in der Platzmitte, Reste davon kamen bei den Sanierungsarbeiten zum Vorschein, das ursprüngliche Rathaus diente auch als Amtsgericht und Gefängnis

Marktplatz
Seine Form, ein langgezogenes Dreieck, weist auf slawischen Ursprung hin; die Adlerapotheke erhielt ihr Privileg bereits 1742 durch Friedrich II.; die zweigeschossigen Traufenhäuser, einige in Fachwerk, stammen aus der Zeit nach 1840

Dammstraße – die ältesten Häuser der Stadt
Nach dem Brand von 1680 errichtet

Scheunenviertel
Erstmals 1740 erwähnt, seitdem fast unverändert; von ehemals ca. 70 Scheunen sind noch 40 erhalten; heute Künstler- und Handwerker-Ateliers, Agrar- und Museumsscheune, Büro für Natur- und Tourismusinformation (Öffnungszeiten: Di-So von 10-16 Uhr)


Außerhalb des historischen Stadtkerns:

Kreuz am Kremmener Damm
1845 von F.A. Stüler als Steinkreuz erneuert; zum Gedenken an Johannes Graf von Hohenlohe und das siegreiche Gefecht gegen die Herzöge aus Pommern-Stettin

Kulturelles Angebot

  • Bibliothek
  • Museumsscheune

Veranstaltungen

September
Erntefest (Ende des Monats)

Ausflugstipps und Freizeitgestaltung

Kremmener See
Naturlehrpfad und glaziale Serie

Kreuz am Kremmener Damm

Luchlandschaften
U.a. mit den unter Friedrich II. angelegten und heute noch bewirtschafteten Luchhöfen Moorhof, Karolinenhof, Kleinasien, Charlottenhof, Knödelshof und Dorotheenhof

Linum
Storchendorf

Groß Ziethen
Schloss und Schlosspark

Flatow
Ziegenkäserei

Wall
Golfplatz

Wustrau
Preußenmuseum

Hakenberg
Denkmal der Schlacht bei Fehrbellin

Sommerfeld
Hellmuth-Ulrici-Kliniken


Museum, Strandbad-/Freibad, Fahrradverleih, Kutschfahrten/Kremser, Reiten, Wandern, Angeln

Ansprechpartner

TIP – Touristeninformation im Kremmener Scheunenviertel
Scheunenweg 49
16766 Kremmen

Tel. 033055 / 211-59 oder -61
Fax 033055 / 211-60

TIP@Kremmen.de
www.kremmen.de

Anreise

Anfahrt per ÖPNV:

  • RE 6 (Berlin – Neuruppin – Wittenberge)
  • RB 55 (Hennigsdorf – Kremmen – Frankfurt/Oder)