Templin

Die mittelalterliche Kulisse der Stadt Templin (ca. 16.200 Einwohner) ist so gut erhalten, wie sonst keine im Norden. Großartigstes Bauwerk ist die vollständig sanierte Stadtmauer – ein lückenloser Ring mit Toren, Türmen und Tortürmen, 47 Wiekhäusern und mehr als 1.700 Metern Länge. Innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer liegt die 1735 nach einem Brand neu aufgebaute Altstadt mit einem regelmäßigen Grundriss aus sechzig rechten Winkeln. An einem der schönsten Plätze Templins befindet sich der neue Stadthafen. Über den Templiner Kanal gelangt man bis zur Havel, einer der schönsten Flusslandschaften Deutschlands.

In der Umgebung Templins befinden sich zwei der interessantesten Naturräume Brandenburgs: Der „Naturpark Uckermärkische Seen“ und das „Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin“. 180 Seen, Fließe und Kanäle laden zum Baden, Wasserwandern, Segeln, Surfen, Tauchen oder zu Dampferfahrten ein. Rund 390 Kilometer gut markierte Wanderwege führen in die reizvolle, von der Eiszeit geformte Landschaft mit Buchen-, Misch- und Kiefernwäldern, Wiesen-, Bruch- und Moorlandschaften. Kleine Dörfer mit bezaubernden Feldsteinkirchen prägen das ländliche Bild. Der „Uckermärkische Radrundweg“ – die Verbindung zwischen den Radfernwegen Berlin-Kopenhagen und dem Oder-Neiße-Radweg – bietet eine weitere Möglichkeit die Umgebung zu erkunden und eignet sich auch sehr gut für Skater.

Stadtgeschichte

Der Zeitpunkt der Stadtgründung ist heute nicht mehr exakt bestimmbar. Erstmals erwähnt wird „Templyn“ auf einer Urkunde aus dem Jahr 1270. In einer Urkunde von 1314 erscheint erstmals die Bezeichnung „Oppidum Templin“ (Stadt Templin). Der Standort für den Aufbau der Stadt wurde von den askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. bewusst gewählt: Das etwas erhöhte Gelände, umgeben von sumpfiger Landschaft, diente der Stadtverteidigung – kurz nach seiner Gründung wurde Templin als Grenzfeste zum benachbarten Mecklenburg ausgebaut. Die sich hier kreuzenden Handelsstraßen von Magdeburg/Stettin und Hamburg förderten die mittelalterliche Stadtentwicklung. Durch Verlagerung der Handelswege geriet Templin wirtschaftlich jedoch bald ins Abseits.

Obwohl die Stadt auf einem Hügel liegt, ist sie durch den Dolgensee mehrmals überflutet worden. Noch verheerender waren die vier großen Stadtbrände. 1735 wütete das Feuer am schlimmsten, die Stadt brannte fast vollständig ab – nur die St. Georgen-Kapelle, Teile der Stadttore und die Stadtmauer überstanden den Brand. Es folgte der Wiederaufbau mit breiten Straßen und strenger Einteilung in Quartiere – umgeben von der mittelalterlichen Stadtmauer. 1944 erlitt Templin durch einen Bombenangriff erneut große Zerstörungen. Neben vielen Wohnstätten wurden auch das Rathaus, das Krankenhaus und andere öffentliche Gebäude zerstört.

Einst Fernhandels- und Ackerbürgerstadt, dann Verwaltungs- und Schulstadt, ist Templin heute Thermalsoleheilbad und wirtschaftlich auf Erholung, Gesundheit und Touristik ausgerichtet.

Sehenswürdigkeiten

Stadtkirche St. Maria Magdalena
1745-49, barocker Putzbau; geht auf den Neuaufbau nach dem Stadtbrand zurück, im Inneren wurde die dreischiffige Backsteinhalle aus dem 15. Jh. erhalten, der Turm erhielt einen mehrgeschossigen Aufbau mit kupferbeschlagener Laterne und Haube; Kirchenschlüssel nach Absprache im Kirchenbüro (Martin-Luther-Straße)

Rathaus
Mitte des 18. Jh. erbaut, dreigeschossiger Putzbau mit Walmdach und mittigem Dachtürmchen, nach Teilzerstörung im 2. WK wiederhergestellt

St. Georgen-Kapelle
14. Jh., gotischer Backsteinbau, Kreuzrippengewölbe und spätgotischer Schnitzaltar, ältestes Gebäude der Stadt – überstand zusammen mit den drei Stadttoren und der Stadtmauer den Stadtbrand von 1735

Berliner Tor, Mühlentor, Prenzlauer Tor
Drei gotische Backstein-Stadttore, alle Türme mit Blendengliederung und Staffelgiebeln geschmückt; Prenzlauer Tor als Doppelanlage erhalten, Sitz des Uckermärkischen Volkskundemuseums; im Berliner Tor Dauerausstellung zu Natur, Landschaft und Lebensraum der Uckermark

Ehemaliges Akzisehaus
1768 zusammen mit dem Neuen Tor errichtetes Torschreiberhäuschen, umfassend saniert; nachdem in den 1820er Jahren die Akzise aufgehoben wurde, diente es bis 1990 als Wohnhaus.

Die Stadtmauer
Im 14. Jh. aus Feldsteinen errichtet, 1.735 m lang, durchschnittlich 7 m hoch, im Abstand von 25 Metern sind insgesamt 47 halbrunde Wiekhäuser eingebaut; beeindruckendstes Bauwerk Templins

Pulverturm
Ehemaliges Wiekhaus, Ende des 15. Jh. als Rundturm zur Aufbewahrung von Schießpulver ausgebaut

Eulenturm
Diente früher als Gefängnis, daher auch „Hungerturm“ genannt

Kulturelles Angebot

  • Museum für Stadtgeschichte
  • Westernstadt Eldorado

Veranstaltungen

Juni
Templiner Stadtfest (3. Juniwochenende)

August
Rheinhessisches Weinfest (am 2. Wochenende)
Wasserspiele

Weitere Veranstaltungen
Klassische Konzerte, Comedy und Kabarett im Multikulturellen Centrum

Ausflugstipps und Freizeitgestaltung

Draisinefahrten
Zwischen Templin, Lychen, Fürstenberg, TMT Tourismus-Marketing Templin GmbH, touristinfo@templin.de, www.erlebnisbahn.de

Lychen
Historischer Stadtkern, von drei Seen umgeben

Boitzenburg
Schloss und Barockgarten derer von Arnim, Ruine des Zisterzienser-Nonnenklosters, Schokoladenmanufaktur, Klostermühle Boitzenburg

Alt-Placht
Kirchlein im Grünen

Mildenberg
Ziegeleipark

Annenwalde
Glashütte

Gerswalde
Wasserburg

Kerkow
Blumenberger Mühle


NaturTherme Templin

Gesundes Badevergnügen in bis zu 36° warmer Thermal-Sole: Wellen-Becken, Wasserfall, Sprudelbecken, Lichtwasserorgel, Außenbecken, Erlebnisrutsche, Kinderparadies, Saunalandschaft, Therapie- und Wellnessangebote; eingebettet in die uckermärkische Landschaft, umgeben von Wiesen, Wäldern, Flüssen und Seen


Museum, Strandbad-/Freibad, Camping, Fahrradverleih, Kutschfahrten/Kremser, Reiten, Wandern, Angeln, Fahrgastschifffahrt, Bootsverleih

Ansprechpartner

Tourist-Information "Historisches Rathaus"
Am Markt 19
17268 Templin

Tel. 03987 / 2631
Fax 03987/53833

touristinfo@templin.de
www.templin.de

Anreise

Anfahrt:

  • mit dem Zug RB 12, mit dem Auto B 109, B 96, L 23