gebändigt, genutzt, gewonnen -
Wasser in den historischen Stadtkernen
Die Geschichte und das Wohl und Werden von Städten ist immer mit dem Vorhandensein und der Nutzung von Wasser verbunden. Ob als Handelsweg, zum Schutz oder zur Versorgung, das Wasser bedingt die Lage und das Erscheinungsbild von Städten. Als wirtschaftliche Grundlage, zum Transport, für die Hygiene, die Ernährung oder zur Zerstreuung dient es zum Wohl der Stadt. Ästhetisch sowie spirituell entfaltet das Wasser für den Menschen eine wiederkehrende Bedeutung. Wasser wird geformt, gestaltet und genutzt. Rinnen, Rohre, Kanäle, Brunnen und Becken - das Naturgut wird zum Kulturgut. Oft mühsam gebändigt wird Wasser ebenso schnell zur Gefahr. Wasser ist Leben spendend und Tod bringend.
Anhand von ausgewählten Bauwerken wird im Jahr 2007 in den Mitgliedsstädten Belzig, Brandenburg an der Havel, Lenzen (Elbe), Peitz, Perleberg, Templin, Uebigau das komplexe System „Wasser“ in Form von Ausstellungen und einem umfangreichen Begleitprogramm vorgestellt. Jede Altstadt präsentiert dabei einen ganz speziellen Aspekt der Kulturgeschichte des Wassers und lädt zu Entdeckungen und Erfahrungen mit unserem kostbarsten Gut ein.
Die Ausstellungen
| Belzig |
Rohstoff Wasser |
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Die Geschichte des für menschliche Zwecke nutzbar gemachten Wassers lässt sich in Belzig bereits bis in das 13. Jahrhundert datieren. Archäologische Funde von Brunnen führen zu den Spuren Belziger Wasserversorgung. Später erfand man ganze Versorgungssysteme: hölzerne Leitungen sind heute noch im Stadtkern erhalten. Die Ausstellung führt in die Geschichte der Wasserversorgung in Belzig und zeigt Aspekte der Fassung und Verteilung, des Transports, der Speicherung und schließlich auch der Entsorgung von Wasser. Beispielhaft soll neben der Erläuterung historischer Orte der Wasserverarbeitung wie Mühlen, Brauereien und Färbereien auch die Nutzung bis in die Gegenwart dargestellt werden. |
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| Eröffnung |
Freitag, 25. Mai 2007, 13 Uhr |
| Ausstellungsort |
Altes Wasserwerk der Stadtwerke Belzig GmbH an der Wittenberger Straße, 14806 Belzig und stummer Stadtrundgang durch den historischen Stadtkern |
| Öffnungszeiten |
25. Mai - 30. Oktober 2007, täglich 10-16 Uhr |
| Informationen |
Touristinformation Belzig, Marktplatz 1, 14806 Belzig, Tel. 033841-3879910, Fax 033841-3879999, E-Mail info@belzig.com
www.belzig.com |
www.stadt-belzig.de |
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| Brandenburg an der Havel |
Stadt und Wasser |
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Die Stadt Brandenburg verdankt ihre Entstehung und Bedeutung der exponierten Lage in einer ausgedehnten Fluss- und Seenlandschaft. Ihre Passlage zog seit jeher den Verkehr auf sich und begünstigte eine frühe Besiedlung. Ausgehend von der slawischen Burg auf der Dominsel entstanden die Altstadt und die Neustadt Brandenburg an beiden Ufern der Havel. Der Flussverlauf bestimmte weitgehend den Stadtumriss und die innere Stadtstruktur. Die Stadtanlage geht einher mit aufwendigen Maßnahmen der Verkehrserschließung, der Anlage wasserführender Verteidigungsgräben und der Errichtung eines Mühlenstaus. Im Laufe der Geschichte wurde die natürliche Umwelt durch das Stadtwachstum stark verändert und die Schiffahrtswege mehrfach umgebaut. Die Ausstellung führt ein in die Entstehungsgeschichte der Stadt Brandenburg an der Havel und zeigt den Einfluss ihrer Lage am Wasser auf die Stadtentwicklung. |
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| Eröffnung |
Donnerstag, 10. Mai 2007, 16 Uhr |
| Ausstellungsort |
Neustädtische Wassertorstraße, Kaianlage „Pfaffekai“, 14776 Brandenburg an der Havel und „Pegel“ am Mühlendamm |
| Öffnungszeiten |
10. Mai - 30. Oktober 2007, jederzeit |
| Informationen |
Tourist-Information, Steinstraße 66/67, 14776 Brandenburg an der Havel,
Tel. 03381-208769, Fax 03381-208774,
E-Mail touristinfo@stadt-brandenburg.de
www.850-Jahre-Brandenburg.de
www.stadt-brandenburg.de |
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| Lenzen (Elbe) |
Segen und Fluch |
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Lenzen ist bereits seit 929 durch eine große Schlacht um die gleichnamige Burg slawischen Ursprungs bekannt. Anfang des 13. Jahrhunderts entstand am Fuße der Burg die Stadt. Die Stadt wird gestern wie heute durch zwei Flüsse geprägt: die unmittelbar am Stadtkern gelegene, kleinere Löcknitz und durch den nahen Strom der Elbe. Beide sicherten der Stadt segensreich die Versorgung und dienten zum Transport. Unterschiedliche, auch bedrohliche Wasserstände, die unbezähmbare Kraft des Wassers, aber auch Wassermangel, werden hingegen schnell zum Fluch. Anhand des jüngst im Stadtraum nachgezeichneten mittelalterlichen „Alten Stadtgrabens“ führt die Ausstellung in die Wassergeschichte Lenzens, und darüber hinaus zum komplexen Flusssystem Elbe. |
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| Eröffnung |
Die Ausstellung ist zu besichtigen ab dem
4. Mai 2007, Feierlichkeiten zur Ausstellung: Sonntag, 12. August 2007, 11 Uhr |
| Ausstellungsort |
„Alter Stadtgraben“ (Nähe Rathausstraße), Historischer Stadtkern, 19309 Lenzen
(Elbe) |
| Öffnungszeiten |
4. Mai - 31. Oktober 2007, jederzeit |
| Informationen |
Touristeninformation des Amtes Lenzen-Elbtalaue, Burg Lenzen, Burgstraße 3, 19309 Lenzen (Elbe), Tel. 038792-1221, Fax 038792-80673, E-Mail lenzeninfo@t-online.de, www.lenzenelbe.de, www.burg-lenzen.de |
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| Peitz |
Feuer, Wasser und Posaunen |
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Die Peitzer Festung - im 16. Jahrhundert ein zentraler Baustein im System der Landesfestungen. Von den berühmtesten Baumeistern Europas in italienischer Manier errichtet. Ein ausgeklügeltes System von Wassergräben machte sie für Angreifer praktisch unpassierbar. Ein neuer Arm der Spree, zu dieser Zeit ein technisches Meisterwerk, sorgte für ausreichenden Wasserstand und füllte die Peitzer Teiche. In Friedenszeiten entfalteten die Festungsgräben vielfältigen Nutzen für die Stadt. Unrat, Hausmüll wurden über sie aus der Stadt getragen, Brände wurden mit dem Wasser gelöscht, Mühlen angetrieben. Die Ufer spendeten Schilfrohr. Die Ausstellung zeigt die Facetten der militärischen und zivilen Nutzung der Festungsgräben. |
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| Eröffnung |
Freitag, 27. Mai 2007, 17 Uhr |
| Ausstellungsort |
Festungsturm, Festungsweg 2, 03185 Peitz sowie verschiedene Orte im historischen Stadtkern, Start: Vor dem Rathaus, Markt |
| Öffnungszeiten |
27. April - 30. Oktober 2007, Apr.-Okt. Mo-Fr 8-16 Uhr, Sa, So 13-18 Uhr, weitere Öffnungszeiten für Gruppen nach Voranmeldung |
| Informationen |
Kultur- und Tourismusamt Peitz, Markt 1, 03185 Peitz, Tel. 035601-8150,
E-Mail tourismus@peitz.de, www.peitz.de |
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| Perleberg |
Hansestadt im Fluss |
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Der Flusslauf der Stepenitz macht Wasser in Perleberg allgegenwärtig. Als eine Insel liegt der historische Stadtkern Perlebergs zwischen zwei Flussarmen. Der Fluss spielt gestern und heute für Perleberg eine bedeutende Rolle - als Transportweg, für die Handwerker der Stadt, zur Versorgung oder Beseitigung von Abwässern. Als Hansestadt gelangte Perleberg im Mittelalter zu Wohlstand. Die Ausstellung führt durch den historischen Stadtkern, zu verborgenen und alltäglichen Schauplätzen der Wassernutzung und lässt das einzigartige Flair der wohlhabenden Hansestadt Perleberg wieder entstehen. |
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| Eröffnung |
Sonntag, 6. Mai 2007, 15 Uhr |
| Ausstellungsort |
Verschiedene Orte im historischen Stadtkern, Start: Großer Markt |
| Öffnungszeiten |
6. Mai - 30. Oktober 2007, jederzeit |
| Informationen |
Stadt Perleberg, Martina Hennies, Tel. 03876-781404,
E-Mail m.hennies@stadt-perleberg.de, www.stadt-perleberg.de |
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| Templin |
Templiner Wassergeschichte(n), Mühle und Schleuse |
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Der Templiner Kanal stellt die Lebensader des historischen Stadtkerns dar. Für seine Regulierung sorgt seit je her die Schleuse am Zugang zum historischen Stadtkern. Der Bau der fortschrittlichen Schleuse: einst ein städtisches Ereignis ersten Ranges. „Der Schleusenwart ist nicht zu ohrfeigen“, so die Templiner Schleusenordnung aus dem 18. Jahrhundert. Unmittelbar angrenzend machte sich die Stadt mit der Mühle die Wasserkraft zu nutze, eine Konstante in der Geschichte. Die Ausstellung führt in den turbulenten Alltag und die wechselvolle Geschichte von Schleuse und Mühle. Konflikte und Eitelkeiten zwischen Rat, Bürgern und dem Müller um Pacht und Korn - es entsteht ein lebendiges Bild der Templiner Wassergeschichte(n). |
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| Eröffnung |
Freitag, 4. Mai 2007, 11 Uhr |
| Ausstellungsort |
„Alte Mühle“, Am Mühlentor 1, 17268 Templin |
| Öffnungszeiten |
4. Mai - 21. Oktober 2007, Mo-So 10-18 Uhr |
| Informationen |
TourismusServiceTemplin, Obere Mühlenstraße 11, 17268 Templin, Tel. 03987-2631, E-Mail templin-info@t-online.de |
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| Uebigau |
Aqua est vita - Wasser ist Leben |
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Mit Anlage des 30 km langen Neugrabens im
16. Jahrhundert veränderte sich die verkehrstechnische Anbindung und strategische Lage der Stadt Uebigau. Schiffahrt und Flößerei, über die Schwarze Elster bis hin zur Elbe war nun möglich. Neben der neu erworbene Vorteile eines Verkehrsweges diente der Graben dem historischen Uebigau ebenso zum Schutz, zum Betrieb der ehemaligen Stadtmühle sowie zur Fischerei. Die Ausstellung spürt der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieses ältesten kursächsischen Kulturbauwerkes nach und lässt seine wechselvolle Geschichte aus
429 Jahren wieder aufleben. |
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| Eröffnung |
Mittwoch, 30. Mai 2007, 17 Uhr |
| Ausstellungsort |
Museumsscheune, Doberluger Straße 8, 04938 Uebigau und Neugraben an der Torgauer Straße |
| Öffnungszeiten |
30. Mai - 30. Oktober 2007, Mo-Fr 12-17 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So 14-17 Uhr;
Neugraben: jederzeit |
| Informationen |
Touristeninformation Uebigau, Markt 11, 04938 Uebigau, Tel. 035365-89132,
E-Mail info@uebigau-wahrenbrueck.de, www.uebigau-wahrenbrueck.de |
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Veranstaltungskalender
Die Städte haben ein umfangreiches Rahmenprogramm an Konzerten, Kinderveranstaltungen, historischen Vorträgen, Stadtführungen, Reiseangeboten und
vieles mehr zusammengestellt.
zum Veranstaltungskalender
Download Veranstaltungskalender, Schwerpunkt Januar - Juni
Download Veranstaltungskalender, Schwerpunkt Juli - Dezember
Partner
Im Rahmen von Horizonte. Kulturland Brandenburg 2007 |
Fokus Wasser
Informationen und Veranstaltungskalender
Kulturland Brandenburg e.V.
Schloßstr. 12
14467 Potsdam
Info-Tel. 0331-58 16 0
info@kulturland-brandenburg.de
www.kulturland-brandenburg.de
In Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität Potsdam
Universität Potsdam
Philosophische Fakultät
Historisches Institut
Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Internetseite Historisches Institut
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