Stadt Bad Freienwalde
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Quadrat Bad Freienwalde (Oder)
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„Hübsches Wort für hübschen Ort“
sprach der Dichter. Fontane weilte oft hier, ihm gefiel die „Leichtbegnüglichkeit“ dieser Stadt. Als Kurort hat sie zahlreiche Prominente beherbergt, den Kurfürsten, den König, die Königin, und einen Außenminister. „Eine Fremdenstadt“ schrieb Fontane, also: Man freut sich auf Sie. 10.000 Einwohner.

Hoheiten und Herrschaften
1683 hörte der Apotheker am Ort von der Heilkraft des Quellwassers, er prüft es und fand „einen mineralischen Gehalt“. Der Kurfürst ordnete an, es in Röhren zu fassen und einen Kurbetrieb aufzubauen. Freienwalde – ältester Badeort der Mark Brandenburg.

König Friedrich I. von Preußen ließ sich 1706 ein Lustschloss bauen, doch währte die Freude nur kurz, bei einem Erdrutsch wurde es schwer beschädigt. Königin Friederike Luise hatte da mehr Glück: sie genoss den Tee im eigenen Pavillon. Was lag näher, als sich ihr Schloss gleich daneben errichten zu lassen. Bis zu ihrem Tod 1805 wohnte sie darin.

Nur eine Stunde von der preußischen Hauptstadt entfernt, zog die Stadt auch den Berliner Adel und das Berliner Bürgertum an. Von 1840 an kamen sie besonders der Moorbäder wegen.

Verzierte Fassaden und ein bewegtes Leben
Nie von einer Stadtmauer umgeben, ist Freienwalde auch nicht vom Mittelalter geprägt. Stattdessen: zahlreiche Villen mit Fassaden aus dem Barock, dem Klassizismus und aus der Gründerzeit, stattliche Sommersitze der Wohlhabenden, kunstvoll verziert.

Straßen mit Wohlklang, kein Zufall: Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ersetzte man häufiger tradierte Namen durch solche, die einer Kurstadt würdiger waren. Der „Köterberg“ wurde zum „Rosmarinberg“, der „Ziegenberg“ mutierte zum „Monte Caprino“. Italien so nah. (Polen noch näher).

Das Schloss, 1799 von Gilly, dem Lehrer Schinkels, errichtet, und 1909 von Walther Rathenau gekauft. Ein Mann vieler Eigenschaften: Zeitkritiker, Industrieller, Politiker, 1922 sogar Reichsaußenminister, und im selben Jahr von Extremisten ermordet. Eine Ausstellung erinnert an ein bewegtes Leben.

Auf verschlungenen Wegen
Vom Schlosspark zum Kurpark und von dort auf die bewaldeten Höhen: die Stadt ist von einem grünen Band durchzogen, einem Netz von verschlungenen Wegen. Es führt Sie von Ausblick zu Ausblick. Vom Bismarckturm aus können Sie sogar einen stählernen Riesen erblicken.

„Fahrstuhl der Tausend-Tonnen-Schiffe“
hieß es 1934 zur Eröffnung des Schiffshebewerks in Niederfinow, dem damals größten der Welt. Ein kolossales Gerüst, das Schiffe behutsam von der Oder zur Havel trägt. In Oderberg ist sogar ein alter Raddampfer gestrandet, liegt auf dem Trockenen und wartet seitdem auf Ihren Besuch.

Sehenswürdigkeiten

Stadtkirche St. Nikolai
13. Jh., ursprünglich aus Feldstein, Mitte des 15. Jh. als Backsteinhallenkirche erneuert; Turm mit hohem Helm von 1867; reiche Ausstattung aus dem 17. und 18. Jh.
Rathaus
Spätklassizistisch, von 1855, 1926 mit Ratssaal aufgestockt.
Oderlandmuseum
(Telefon 03344 / 2056 bzw. 03344 / 854340), barocke Fassade, dahinter Freihaus von 1770.
ehemalige Georgenkirche
Fachwerkbau von 1696, heute Konzerthalle.
Schloss
1799 von Gilly erbaut, Witwensitz der Königin Friederike-Luise, 1910 als Wohnsitz für Walther Rathenau verändert, Rathenaugedenkstätte mit Dauerausstellung zu Werk und Leben (wegen Sanierungsarbeiten derzeit geschlossen, Auskünfte Tel. 03346 / 854340).
Schlosspark
Teehäuschen diente als Pavillon für die Königin und auch als kleines Theaterhaus. Park wurde von P.J. Lenne´ umgestaltet.
Wohnhäuser
18. und 19. Jh., vor allem: Hauptstraße, Karl – Marx – Straße, Neue Bergstraße.
Schiffsanlegestelle
Außerhalb des historischen Stadtkerns:
Aussichtspunkte
Insgesamt vier; malerische Ausblicke ins Oderbruch und über die Oder. Aussichtsturm, Bismarckturm, Ruine auf dem Weinberg, Eulenturm am Haus der Naturpflege.
Bahnhof
1866 erhielt die Stadt Eisenbahnanschluss. Im Bahnhofsgebäude heute Kunstgalerie.
Kurgebiet Brunnental
1683 wurde Mineralgehalt des Quellwassers festgestellt, Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ 1684 Brunnenbetrieb organisieren. Landhaus, 1790 von C.G. Langhans (Erbauer Bran-denburger Tor); Kurpark von P.J. Lenne´ umgestaltete und erweiterte Anlage; Kapelle von 1816; Villen und Pensionen des 19. Jh. in der Gesundbrunnenstraße, Kurpromenade, Kurfürstenquelle, Kapelle; Landhaus heute als Kurmittelhaus (offene Badekuren, Rezept-verordnung) genutzt.
Kurtheater

Kultur erleben
Bahnhofsfest (1.Mai)
Mitternachtskonzert des Jugendblasorchesters
Bad Freienwalde, Köhlerfest
(Juni)
Brunnenfest (Juli)
Klassik am Markt (1.Samstag im August)
Altstadtfest (2.Samstag im September)
Adventsboulevard in der Altstadt (2.Adventswochenende)
Konzertreihen in St. Georg (ganzjährig)

Ausflugtipps
Altranft (Ortsteil) – Brandenburgisches Freilichtmuseum, Schloß (ehemaliges Gutshaus), (Telefon 03344 / 41300)
Niederfinow – Schiffshebewerk
Chorin – Kloster , Klosterkirche (1273 / 1334), bedeutende Bauwerke der Backsteingotik
Fontanehaus Schiffmühle
– Wohnhaus und Grab des Vaters von Th. Fontane sowie Feldbackofen
Altreetz – Oderbruchzoo
Rathsdorf / Altgaul – Storchenturm mit Storchenmuseum
Reichenow – Schloss
Hohenwutzen – Grenzübergang – Zollbrücke, Oderdamm
Oderberg - Museum für Binnenschifffahrt und Fischereikunde, Telefon 033369 / 470
Neuhardenberg – Dorfanlage, Schloss und Kirche von K.F. Schinkel entworfen, Parkanlage von Lenne´
Wilhelmsaue – Bockwindmühle
Möglin – Gedenkstätte Albrecht-Daniel-Thaer, Telefon 033456 / 35164

Stadtinformationsbüro
Uchtenhagenstraße 2
16259 Bad Freienwalde
Tel. 03344 / 150890
Fax 03344 / 1508920
E-Mail: info@bad-freienwalde.de
www.bad-freienwalde.de

Anreise
Bahnhof im Ort: RB 60 (Berlin / Lichtenberg – Frankfurt / Oder)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln
Fahrgastschifffahrt

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