Stadt Dahme
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Märchenhaft
Dahme begrüßt Sie vom Turm aus: vom „Vogelturm“. Vögel sollen die obersten Steine aus der Ferne herbei geholt haben, als ringsum kein Baumaterial mehr zu finden war. Ein schönes Märchen, doch nicht so berühmt wie eins, das auch hier entstand. Tatsächlich ist der „Vogelturm“ der Rest zweier Tore. An ihm vorbei gelangen Sie in die Stadt mit 4.300 Einwohnern.

Salz, Schloss und Tabak
Die moderne B102 war einst die Lüneburger Salzstraße. Handwerker und Herbergen siedelten sich hier an, Markt- und Zollrechte brachten Dahme den Aufschwung. Feuer machten ihn jeweils wieder zunichte: In siebenhundert Jahren brannte die Stadt sieben Mal ab, Plünderungen und Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg kamen hinzu.

Doch Dahme hatte auch seine Glanzzeit: im 18. Jahrhundert baute man die Wasserburg zum prächtigen Barockschloss um, als Wohnsitz für die Herzogswitwe derer von Sachsen-Weißenfels. Als die Stadt preußisch wurde, konnten sich die Bürger nur schwer damit anfreunden: 1848 kam es zum Aufruhr.

Im 19. Jahrhundert wurde Dahme Sitz einer Ackerbauschule und einer landwirtschaftlichen Versuchsanstalt. Tabak und Zigarrenfabrikation hatten noch bis zum zweiten Weltkrieg eine gewisse Bedeutung, von der Industrialisierung blieb die Stadt jedoch fast unberührt. Die Eisenbahn fuhr fernab vorbei.

Der Hintereingang – hier eine Zierde
Theater haben ihren „Eisernen Vorhang“, Dahme hat gar eine „Eiserne Mauer“: die Stadtmauer aus „RasenEisenstein“. Sie ist zudem noch fast vollständig erhalten.

Die Hauptstraße: das Neorenaissance-Rathaus stünde auch einer Großstadt gut zu Gesicht. Bürgerhäuser aus der Gründerzeit zeugen von bescheidenem Wachstum im 19. Jahrhundert. Reste eines Karmeliterklosters sind hier auch noch vorhanden.

Der Töpfermarkt: Für die stattlichen Häuser der Hauptstraße war er einst der Hintereingang. Hier durften sich auch Handwerker ansiedeln. Heute zieren ihn zahlreiche Gebäude, besonders das des Heimatmuseums. In ihm erfahren Sie, was Dahme und die berühmte BASF miteinander verbindet. Eine ganze Menge sogar.

Der Ruine zum Trotz
Der Schlossgarten: erst barock, heute ein englischer Landschaftsgarten mit seltenen Bäumen und Wildgehege. Der Damhirsch hält noch immer sein Geweih stolz in die Höhe und trotzt der Schlossruine im Hintergrund. Adel verpflichtet.

Ein berühmtes Paar
Bettina und Achim von Arnim wohnten in Wiepersdorf im Gutshof, wohin sie illustre Gäste einluden. So auch die Gebrüder Grimm. Bei einem ihrer Besuche soll das Märchen vom Rotkäppchen entstanden sein. Wiepersdorf mit der Grabstätte des berühmten Dichterehepaars ist noch immer ein Treffpunkt für Künstler.

Sehenswürdigkeiten

Rathaus
1893-94 auf den Grundmauern der alten Nikolaikirche in Neorenaissance errichtet; begehbar.
Klosterkirche
Um 1300, letztes mittelalterliches Bauwerk der Stadt, 1732 Umbau zur Hospitalkirche,
Kloster – 1992/1993 saniert – Nutzung durch freiwillige Feuerwehr und Wohnungsverwaltung.
St.-Marien-Kirche
Ältestes Gebäude der Stadt, Kern gotischer Feldsteinbau, mit barocker Turmhaube. Kanzel Spätrenaissance.
Schlosspark und Schlossruine
(1714), zeitgleich in Barock angelegt, später in einen „englischen Garten“ umgestaltet. Baumbestand mit seltenen Arten. Kavalierhaus an der Nordseite des Schlosshofes.
Kornspeicher
1724, in Fachwerkbauweise.
Villa Maria
Wohnhaus. nach 1900 errichtet, einziger Jugendstilbau in Dahme.
Historische Stadtmauer
13. Jh., zu 80 % erhaltenen, zum großen Teil aus Raseneisenstein, daher auch „Eiserne Mauer“.
Gesamtschule
diese wurde 1904 als Landwirtschaftsschule errichtet
Viktoriastift
mit Freimaurerloge, 1894.
Vogelturm
Rest der beiden Stadttore, beim großen Brand 1563 zerstört, lange Zeit „Brutparadies“. 1892 wieder aufgebaut.
Fachwerkhäuser in der Schlossgasse
Sanierte Schlossgasse besitzt auch heute noch ihren mittelalterlichen Charakter, schöne Fachwerkgebäude.
Ensemble Töpferstraße
ehemalige Gesindehäuser.
Ensemble Max-Hannemann-Straße
1710, am Rande der Altstadt, typische Vorgärten, Wein- und Rosenspaliere, sehr breiter Straßenraum für die Fuhrwerke.
Heimatmuseum

Kultur erleben
Serenaden im Klosterhof (Anfang Juni; Ende August)
Osterfeuer (Gründonnerstag)
Tierparkfest (Pfingstsonntag)
Parkfest (2. Wochenende im Juni)
Töpfermarkt (Letzter Sonntag im Oktober)
Weihnachtsmarkt (3. Advent)

Ausflugtipps
Fläming – Flaeming-Skate, ein über 100 km Rad- und Skaterrundkurs
Altsorgefeld – Waldlehrpfad
Wahlsdorf – Kreativbude, Pausen- und Übernachtungsstützpunkt an der Flaeming-Skate
Schöna-Kolpien – Holländermühle
Kolpien – Dahmequelle
Wildau-Wentdorf – Damm-Mühle
Wiepersdorf – Schloss und Park derer von Arnim
Baruth – Schloss und Park, Wildpark Johannismühle
Glashütte – Museumsdorf
Gehren – Waldbühne und touristische Basisstation, Schloss Sinntrotz
Körbaer Teich Erholungsgebiet und Campingplatz„"Ferienidylle"“
Langengrassau Höllberghof

Stadtinformationsbüro
Hauptstraße 48/49
15936 Dahme/Mark
Tel. 035451 / 98120
Fax 035451 / 98144
E-Mail: touristinfo@dahme.de
www.dahme.de

Anreise
Bahnhof in Luckau-Uckro: RE5 (Stralsund – Berlin – Elsterwerda)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Bootsverleih
Angeln
Tennis
Squash
Fitness
Kinocafé

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