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Eine
wehrhafte Stadt und eine Legende auf dem
Weg
nach Berlin
Der
Grundriss vom Reißbrett, die Stadtmauer fast wie ein Ring,
Tor, Türme, Stadtkirche, Wiekhäuser und Wallgärten,
und die Erinnerung an eine junge Frau, welche die Herzen eroberte.
6.500 Einwohner.
Vielleicht
die festeste von allen…
„Gransee
war eine feste Stadt, vielleicht die festeste der Grafschaft Ruppin“,
befand Theodor Fontane auf seinem Streifzug durch die Mark Brandenburg.
Der Eindruck drängt sich auch heute noch auf, wenn Sie die
Stadtmauer von Anfang 14.Jh. betrachten, einen Festungsring, der
noch zu 80% erhalten ist.
Ein
Franziskanerkloster, gleich neben der Stadtmauer, Ende des 13. Jahrhunderts
gegründet, wurde während der Reformation 1561 allerdings
aufgelöst, als Ruine ist es jedoch noch immer erhalten.
Die wirtschaftliche Blüte der Stadt beruhte bis in das 16.
Jahrhundert hinein auf dem Ackerbau, dem Handwerk und der Bierbrauerei.
Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Obstbau Gransees wichtigster
Gewerbezweig.
Schachbrett
mit Türmen und Königin
Schauen
Sie vom Pulverturm auf Gransee hinab oder betreten Sie die Stadt
durch das Ruppiner Tor, gleich werden Ihnen die rechtwinkligen Straßen
und Karrees auffallen. Ein Stadtgrundriss wie ein Schachbrett, besser:
vom Reißbrett. Er geht auf 1711 zurück, als man Gransee
nach dem großen Stadtbrand neu aufbaute.
Ein
gewaltiger Backsteinbau: Die Stadtkirche St. Marien mit ihren drei
Schiffen, ihrem monumentalen Ostgiebel und der westlichen Zweiturmfassade,
im Innern finden Sie zwei wertvolle Altäre.
Klein dagegen, doch vom großen Karl Friedrich Schinkel zur
Erinnerung an eine große Regentin: „Das Luisendenkmal
hält das rechte Maß: es spricht nur für sich und
die Stadt und ist rein persönlich in dem Ausdruck seiner Trauer.
Und deshalb rührt es.“ Wen hat es gerührte? Fontane.
Es würdigt Luise, Königin von Preußen. Symbolfigur
im Widerstand gegen Napoleon, vom Volk geliebt und von Heinrich
von Kleist idealisiert, starb sie 1810 mit nur 34 Jahren. Als der
Trauerzug auf dem Weg nach Berlin in Gransee Halt machte, wurde
sie für eine Nacht hier aufgebahrt, die „Königin
der Herzen“.
Königliche
Gärten
Bei
einem Bummel die Promenade entlang, werden Sie an der Stadtmauer
die Wiekhäuser bemerken, insgesamt 35, und Sie werden royalen
Mauerblümchen begegnen: Die Wallgärten wurden nämlich
auf königliche Order hin angelegt.
Seen
und Wälder
Sollte
es im Sommer selbst im Schatten der Stadtmauer einmal zu heiß
sein, ist die Abkühlung nicht weit. Gransee ist von klaren
Seen und weiten Laub- und Mischwäldern umgeben. Badeseen und
Naturschutzgebiete laden zur aktiven Erholung ein.
Sehenswürdigkeiten
Stadtkirche St. Marien
Dreischiffige Backstein-Hallenkirche, 14./15. Jh, auf Feldsteinunterbau
eines frühgotischen Vorgängers, monumentaler Ostgiebel,
westliche Zweiturmfassade; im Innern Kreuzrippengewölbe, zwei
mittelalterliche Altäre, Wagner-Orgel von 1744; für Besichtigungen
geöffnet.
Ruppiner Tor
Mit Blenden und Maßwerkfriesen geschmückt, daneben das
Waldemartor, in den Räumen des Tores ständige Ausstellung
zur Stadtgeschichte.
ehemalige St. Spiritus Kapelle
Traufständiger Backsteinbau um 1300;
heute Heimatmuseum, Ausstellungen zur Kultur– und Heimatgeschichte
der Stadt und der Umgebung, Ur– und Frühgeschichte, Barock
und Renaissance, Luisenzimmer, Stadtmodell, wechselnde Ausstellungen.
Pulverturm
Runder Mauerturm mit reichem Zinnenkranz und achteckigem Spitzhelm,
15. Jh.
über das Museum zugänglich.
Ruine des Franziskanerklosters
Erhalten sind Klausurflügel und nördliche Chorwand.
Luisendenkmal
Von Schinkel entworfen, aus Eisenguss, erinnert an den Trauerzug
der jung verstorbenen Königin nach Berlin.
Stadtmauer
Gut erhaltene Mauer aus Feldsteinen, Wiekhäuser und Mauerturm
in Backstein, zusammen mit der geschlossenen Wall- und Grabenzone
ein eindrucksvolles historisches Stadtbild.
Rathaus
Altes Rathaus 1711 als Eckgebäude; Neues Rathaus von 1924,
wurde 2001 umfassend saniert.
Außerhalb des historischen Stadtkerns:
Warteturm
Am südwestlichen Stadtrand achteckiger Turm aus Backstein auf
Feldsteinsockel, 15. Jh., begehbar.
Flugplatz Gransee
(3 km in Richtung Zehdenick);
Fallschirmspringen
Anmeldung Tel. 03306 / 79940
Kultur
erleben
Sommermusik in der St. Marien Kirche (Juni bis
September)
Historisches Stadtfest (Anfang Juli)
Granseer Herbsttage (Anfang Oktober)
Weihnachtsmarkt (Anfang Dezember)
Ausflugtipps
Meseberg – Schloss (1738/39) mit Barockgarten,
Kirche mit Votivgemälde von 1588
Neuglobsow – idyllischer Erholungsort am
Stechlinsee (einer der tiefsten und klarsten Seen im Land Brandenburg)
mit vielfältigen Möglichkeiten zum Baden, Rudern, Angeln,
Wandern; denkmalgeschützte Glashüttenarbeiterhäuser
Menz – Naturparkhaus
Zernikow – Ortslage beeindruckt durch die
in ihrer Gesamtheit erhaltene barocke Gutsanlage, das Fredersdorffsche
Erbbegräbnis, die Kirche und die geschützten Alleen
Buberow – Rundlingsdorf
Altlüdersdorf – Fachwerkkirche aus dem
17. Jh.
Rheinsberg – Schloss, historischer Stadtkern,
Fahrgastschifffahrt
Mildenberg – Ziegeleipark, Technikmuseum
Fürstenberg – Gedenkstätte des
Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, Barockschloss
von 1752
Badingen – „Festes Haus“ (Herrenhaus
aus dem 16. Jh.), Dorfkirche aus Feldstein (13. Jh.)
Zehdenick – eindrucksvolle Klosterruine,
klassizistisches Rathaus, Fachwerkbauten des ehemaligen Amtshauses
und des so genannten Schlosses, Stadtkirche von 1805-12
Lindow – Stadt zwischen drei Seen; Kloster
am Wutzsee
Dannenwalde – Barocke Rundkirche
Hoppenrade – Schloss (1724, um 1800 umgebaut)
Tourist-Information
Gransee
Verschönerungsverein Gransee e.V.
Informationen im Heimatmuseum am Ruppiner Tor
R.-Breitscheid-Str. 44
16775 Gransee
Tel. 03306 / 21606
Fax 03306 / 21612
E-Mail: museum@gransee-info.de
www.gransee-info.de
weitere Touristeninformationen:
in Fürstenberg Tel. 033093 / 32254
in Neuglobsow Tel. 033082 / 70202
E-Mail: verkehrsverein@stechlin.de
www.stechlin.de
Anreise
Bahnhof im Ort: RE 5 (Berlin – Stralsund)
Weitere
Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln
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