Stadt Jüterbog
Stadtführungen & Reiseinformationen

Logo "Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg

Quadrat Jüterbog
Sehenswürdigkeiten Informationsbüro
Kultur erleben Anreise
Ausflugtipps Weitere Freizeitangebote


Nomen est Omen
Jüterbog – was für ein Name? Der Überlieferung nach einigten sich die Bewohner darauf, ihre Stadt nach dem ersten Besucher zu nennen, der zum Stadttor herein käme. Das war „Jutte“ mit Ziegenbock. Im Stadtwappen ist er verewigt. Man wusste demnach von Beginn an Besucher zu schätzen. 14.000 Einwohner.

Mit Klingelbeutel, Pauken und Trompeten
An der Fernstraße Berlin – Wittenberg gelegen, wuchs Jüterbog zur blühenden Handels- und Handwerkerstadt heran. Das prächtige Rathaus zeigt es noch heute, die Stadtkasse war prall gefüllt.

Schauplatz Reformation: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“, versprach der Ablassprediger Tetzel. Luther kanzelte ihn dafür öffentlich ab: „Teuflischer Unfug“. Der geschäftstüchtige Pater ließ darauf auf dem Marktplatz einen Scheiterhaufen errichten und die Gegenthesen des Reformators verbrennen.

In preußischer Zeit wurde Jüterbog Garnisonsstadt. „Oh Jammerbog! Wie eng ist mir mein Waffenrock“, seufzten die Rekruten. Das Militär expandierte, die gewerbliche Entfaltung der Stadt blieb demgegenüber bescheiden.

Ratschlag zum Todschlag
Jüterbog begrüßt sie mit drei trutzigen Stadttoren, zwei davon Doppelanlagen. Zusammen mit Stadtmauer, fünf Wehrtürmen und Wiekhäusern ein eindrucksvolles Ensemble. Der mittelalterliche Verlauf der Verteidigungsanlagen ist noch gut zu erkennen.

Die Sankt Nikolai-Kirche: von ihrer Kanzel aus predigte bereits Thomas Münzer: „Die Gewalt soll gegeben werden dem gemeinen Volk.“ Der „Tetzelkasten“ ist hier aufbewahrt: eine mächtige Truhe für die anrüchigen Einnahmen des Ablasspredigers. Eine Reliquie des 16. Jahrhunderts.

„Wer seinen Kindern giebt das Brodt, und leidet nachmals selber Noth“
, heißt es auf den Tafeln der Stadttore, „den schlage man mit der Keule todt“. Griffbereit hängt sie gleich daneben. Vorsicht.

Starke Stadtsilhouette
Jüterbog von Süden aus: noch immer fast ungestört. Über allem die ungleichen Türme der Nikolai - Kirche. Auch aus der Ferne spürt man noch die einstige Kraft dieser Stadt.

Arme Mönche – reiches Kloster
Der Armut verschrieben, waren die Zisterzienser von Zinna gleichwohl rege und umtriebig. Ihr Kloster besaß Mühlen, Eisenhämmer und Kalkbergwerke. Ein reiches Kloster. Nach dem Auszug der Mönche siedelte Friedrich II. Oberlausitzer Weber hier an.

Sehenswürdigkeiten

Rathaus
Um 1500, zweitältestes in Brandenburg, spätgotischer Backsteinbau mit mächtigem Satteldach, vortretende Gerichtslaube und Staffelgiebel.
Dammtor
Erbaut um 1300, erweitert 1480/90, Vortor der ehemaligen Befestigungsanlage ist erhalten.
Liebfrauenkirche
Um 1160/70 errichtet, im 13 Jh. vergrößert, ältestes erhaltenes Bauwerk der Stadt; Seitenschiffe um 1800 abgetragen, Renaissance-Kanzel; Wagnerorgel von 1737.
Mönchenkirche
1480 bis 1510 errichtet; dreischiffige Backsteinhalle mit einschiffigem Chor, war Teil des Franziskanerklosters; Renaissance-Kanzel; Gewölbemalereien 16. Jh.; im Klostergebäude kam 1895 der berühmte Pianist Wilhelm Kempff zur Welt, Kirche dient heute als Bibliothek und als Konzert- und Theaterspielstätte (TUK).
Zinnaer Tor
Romanische Reste, um 1200, Ausbau um 1300 und 1490.
Abtshof
Um 1500, spätgotischer Backsteinbau, Stadtsitz der Äbte des Klosters Zinna; Stadtmuseum.
Kirche St. Nikolai
14. bis 16. Jh; gotische Backsteinhallenkirche; 600 Jahre alter Taufstein, Gemälde und Schnitzfiguren um 1430, Wand- und Deckenmalerei 14. und 15. Jh, die Doppelturmfassade bestimmt die Stadtsilhouette.
St. Hedwigskirche mit spätgotischer Tetzelkapelle
Der Ablassprediger Tetzel hielt 1517 hier seine Andachten.
Neumarkttor
Romanische Reste, um 1200, Ausbau um 1300 und 1490.
Eierturm
Um 1300, Teil der Gesamtanlage des Neumarkttores.
Dammtorturm
Um 1300, 32m hoch, Rundturm, Durchmesser 7,35m, erhaltener Teil einer Doppeltoranlage.
Luthereiche
1883 zum 400. Geburtstages Luthers gepflanzt.
Stadtmauer
Mittelalterlich, ursprüngliche 6m hoch: verschiedene Weichhäuser, Türme, Basteien und 3 Toranlagen.
Marktplatz
Rechteckiger, zentral gelegener Platz mit Rathaus in der Mitte, auch heute noch Wochenmärkte.
Busbahnhof
Wiesenhalle
Mehrzweckhalle

Kultur erleben
Fläming-Festival mit Johannismarkt (3. Juniwochenende)
Bikertreffen (letztes Juniwochenende)
Adventsmarkt (2. Adventswochenende)
Theater, klassische Musik, Jazz, „JüterBoogie“, Tanz- und Ballett,
in der Theater- und Konzertstätte (TUK) Mönchenkirche
(ganzjährig)

Ausflugtipps
Kloster Zinna – ehemaliges Zisterzienser-Kloster 12. Jh, Weberkolonie aus dem 18. Jh., Herstellung des berühmten Zinnaer Klosterbruders
Wiepersdorf – Gutshaus der Familie Bettina und Achim von Arnim, Barockhaus mit Parkanlage
Dennewitz – Erinnerungsstätte an die Schlacht bei Dennewitz 1813 gegen Napoleon
Lutherstadt Wittenberg
Luckenwalde

Stadtinformation
Markt 21
14913 Jüterbog
Tel. 03372 / 463113
Fax:03372 / 463113
E-Mail:stadtinfo.jueterbog@t-online.de
www.jueterbog.de

Anreise
Bahnhof im Ort: RE 4 (Berlin – Jüterbog – Elsterwerda) und
RB 33 (Berlin – Beelitz – Jüterbog)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln
Bootsverleih

A A A