Stadt Kremmen
asdHistorischer Stadtkern Kremmen
Stadtführungen & Reiseinformationen


Logo "Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg

Quadrat Kremmen
Sehenswürdigkeiten Informationsbüro
Kultur erleben Anreise
Ausflugtipps Weitere Freizeitangebote


Stadt der Künstler und Kraniche
Kremmen, das „Eingangstor zum Ruppiner Land“, begrüßt Sie mit hübscher ländlicher Architektur, mit einem einmaligen Scheunenensemble, und mit langbeinig gefiederten Gästen. 7.500 Einwohner.

Dem Moor abgetrotzt

„O schaurig ist’s übers Moor zu geh’n, wenn es wimmelt vom Heiderauche…“ Die berühmte Ballade vom Knaben im Moor ist eine echte Gruselgeschichte. So war einst wohl auch manchem zu Mute, wenn er ins Ruppiner Land musste. Dann nahm er den Kremmener Damm, den einzigen Weg durch das sumpfige Luch.

Ein sicherer Pfad, doch strategisch gefährdet: Der Damm war häufig Schauplatz kriegerischer Scharmützel. Das gut erhaltene Steinkreuz zeugt noch heute davon. Es erinnert an den ersten Sieg der Hohenzollern in der Mark Brandenburg.

1298 erhielt Kremmen das Stadtrecht, mehrfach war es bedeutsamer Treffpunkt von Fürsten. Seine Existenzgrundlage, die Landwirtschaft, ist dem Luch abgetrotzt. Eine Kulturlandschaft konnte sich erst mit der Trockenlegung der Sümpfe, vorwiegend im 18. Jahrhundert, entwickeln. Noch bis in die 1920er Jahre hinein zählte die Torfstecherei zu den Erwerbszweigen der Stadt.

Harmonisch, repräsentativ und idyllisch
Die Stadtsilhouette Kremmens zeigt sich noch heute harmonisch. Der Marktplatz, angerartig und dreiecksförmig, wurde nach dem letzten großen Stadtbrand von 1840 wieder aufgebaut. Das klassizistische Rathaus und die übrige Bebauung geben dem Platz etwas Repräsentatives. Die südlich gelegenen Häuser mit ihren großen Toreinfahrten waren einst Bauernhöfe inmitten der Stadt.

Eher idyllisch der Kirchplatz, darauf die mittelalterliche St. Nikolai-Kirche aus dem 15. Jahrhundert, im Innern vollständig im Stil des Barock. Zum Gesamtbild gehört auch das Kleine am Rande: die schönen Haustüren, die Balkongitter und die hübschen Eckrundungen, und sicher noch manches, was Ihnen gefällt.

Kunst in der Scheune

Kremmener Wege zur Kunst führen ins Stroh. Das Scheunenviertel ist mit 40 Gebäuden das wohl größte Scheunen-Ensemble in Deutschland. Zweckbauten, schlicht und symmetrisch, gestreckt und gruppiert, und zur Sicherheit nicht in der Altstadt, denn Kremmen wurde alleine im 17. Jahrhundert drei Mal von Bränden heimgesucht. Heute haben sich hier Künstler niedergelassen: Bildhauer, Grafiker, Maler, Goldschmiede, Antiquitätenhändler und Münzpräger. Eine Künstlerkolonie unterm Scheunendach, mit einer Museumsscheune dazu.

Land der Langschnäbel
Kremmener See, Beetzer See, Kremmener Rhin und Ruppiner Kanal. Ein Land am Wasser, das zahlreiche Ausflugsziele bietet, nach „Kleinasien“ zum Beispiel, das liegt ausnahmsweise ganz nah. Ein Land auch mit seltener Flora und Fauna. Tiere mit langen Beinen und Schnäbeln zieht es geradezu magisch an: Kraniche machen hier Halt, und nirgendwo sonst finden Sie so viele Störche, wie im Nachbarort Linum, dem „Storchendorf“.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Nikolai
1200, ältestes Bauwerk der Stadt, im 19. Jh. zum neugotischen dreischiffigen Langhaus erweitert. Barocke Ausstattung mit Altar und Kanzel von 1686.
Rathaus
1841, nach dem Stadtbrand, neu errichtet; neoklassisch; der Vorgängerbau befand sich in der Platzmitte; Reste davon kamen bei den Sanierungsarbeiten zum Vorschein; das ursprüngliche Rathaus hatte auch als Amtsgericht und Gefängnis gedient.
Marktplatz
Seine Form, ein langgezogenes Dreieck, weist auf slawischen Ursprung hin. Die Adlerapotheke erhielt ihr Privileg bereits 1742 durch Friedrich den Zweiten. Die zweigeschossigen Traufenhäuser, einige in Fachwerk, stammen aus der Zeit nach 1840.
Die ältesten Häuser der Stadt Dammstraße
Nach dem Brand von 1680 errichtet.
Scheunenviertel
Erstmals 1740 erwähnt, seitdem fast unverändert; von einst rd. 70 Scheunen sind noch 40 erhalten; Künstler- und Handwerker-Ateliers; Agrar- und Museumsscheune; Büro für Natur- und Tourismusinformation. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr.

Außerhalb des historischen Stadtkerns
Kreuz am Kremmener Damm
1845 von F.A. Stüler als Steinkreuz erneuert; zum Gedenken an Johannes Graf v. Hohenlohe und das siegreiche Gefecht gegen die Herzöge aus Pommern-Stettin.

Kultur erleben
Erntefest (Ende September)

Ausflugtipps
Kremmener See mit Naturlehrpfad und glaziale Serie
Kreuz am Kremmener Damm
Luchlandschaften – u.a. mit den unter Friedrich II. angelegten und heute noch bewirtschafteten Luchhöfen: Moorhof, Karolinenhof, Kleinasien, Charlottenhof, Knödelshof und Dorotheenenhof
Linum – Storchendorf
Groß Ziethen – Schloss und Schlosspark
Flatow – Ziegenkäserei
Wall – Golfplatz
Wustrau – Preußenmuseum
Hakenberg – Denkmal der Schacht bei Fehrbellin
Sommerfeld – Hellmuth-Ulrici-Kliniken

Büro für Natur- und Tourismusinformationen
Agrar- und Museumsscheune
Scheunenweg 49
16766 Kremmen
Tel. 033055 / 71500
Fax 033055 / 71501
www.kremmen.de

Anreise
RE 6 (Berlin – Neuruppin – Wittenberge)
RB 55 (Hennigsdorf – Kremmen)nkfurt / Oder)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln

A A A