Stadt Luckau
Stadtführungen & Reiseinformationen

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Ausflugtipps Weitere Freizeitangebote


Prächtig gewachsen
Eine prächtige Kirche und ebenso prächtige Bürgerhäuser präsentieren sich hinter der Stadtmauer. Dazu wie gewachsen die Straßen und Gassen. Und davor? Dort wächst Luckau weiter in preisgekrönten Grün- und Gartenanlagen. 6000 Einwohner.

Kaufleute, Krieger und Kurgäste
Im 13. Jahrhundert planmäßig angelegt, war Luckau schon Ende des 15. Jahrhunderts eine wohlhabende Kaufmannsstadt. Handelswege kreuzten sich hier.

Eine Stadt wechselnder Herren: Böhmisch bis 1635, danach sächsisch, im 30jährigen Krieg schwedisch. 1815 kam es schließlich zu Preußen. Wehrhaft zeigte es sich 1813, als russisch-preußische Verbände den Vormarsch der Franzosen hier stoppten.

Nach den Kriegern kamen die Kurgäste. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Luckau Moor- und Heilbad.

Logen, Ziergiebel und Zellen
Aus Luckaus großer Zeit: Die Nikolai-Kirche, üppig ausgestattet mit einer Barockorgel und einer Kanzel aus Sandstein, auf der verzierten Empore verglaste Logen der reichen Familien. Jeder Familie ihre eigene Loge, den Wohlhabenden auch ihre eigene Treppe, ein verwirrendes Balkengebilde.

Der zentrale Markt: Bürgerhäuser mit reich geschmückten Renaissance-Giebeln, in Brandenburg eine Seltenheit. Wahrscheinlich von italienischen Stuckateuren. An der Georgenkapelle erkennen Sie noch die frühere Wohnung des Türmers.

Ein karger Ort: Im ehemaligen Dominikanerkloster taten Mönche einst Abbitte für ihre Sünden, von 1747 an taten es Häftlinge. Noch heute ist es ein Gefängnis. Prominentester Insasse 1916-18 war Karl Liebknecht.

Versilbertes Grün mit Schlossberger Spätlese

Luckau 2000: Die Stadt der Landesgartenschau erblüht in Rhododendron und Rosen, in Gärten und Grünanlagen. Luckau bekommt sogar seinen Weinberg. Am Schlossberg. Nach der großen Schau ist die Stadt jedoch nicht verwelkt. Beim europäischen Wettbewerb um die „Entente Florale“ 2001 wurde ihr Grün mit einer Medaille versilbert.

Wenn die Kraniche ziehen

Ein einmaliges Schauspiel: Der Zug der Kraniche. Im Herbst machen die großen Vögel auf ihrem Flug in den Süden für einige Wochen hier Zwischenstation. Dann sind sie weder zu übersehen noch zu überhören.

Rekordjagd

Nahe bei Luckau beginnt die größte Landschaftsbaustelle in Europa:
Auf den Mondlandschaften der früheren Braunkohleförderung entstehen neue Freizeitlandschaften – große Seen, Badestrände, Surfen und Segeln, Campingplätze, Feriendörfer...Vieles bereits im Bau. Schauen Sie es sich an in Schlabendorf und Fürstlich Drehna.

Auf dem international bekannten „Eurospeedway Lausitz“ gehört Rekordjagd zum System, bei jedem Rennen. Ein Stück gelungener Strukturföderung nach der Kohle.

Auf dem MZA nahe bei Luckau finden regelmäßig Rennen statt, auch mit Dragstern, die jeden Formel 1 Wagen zur lahmen Ente machen.

Rekord-Unterwelt: Luckau hat in Brandenburg die meisten Keller mit Gewölben aus dem Mittelalter, Besichtigung möglich.


Sehenswürdigkeiten

Sankt Nicolai-Kirche
Gotische Backsein-Hallenkirche, 13.-15.Jh., monumentales Kirchenschiff, Doppelturmfassade; bemerkenswerte einheitliche Ausstattung, 17. Jh., hochbarocke Orgel, reich verzierte Holzemporen mit Doppelwendeltreppe, Sandsteinkanzel; Kirchenschlüssel beim evangelischen Pfarramt, Schulstraße.
Georgenkapelle
Spätromanisch, später verändert, Hausmannsturm 47 Meter hoch, 17. Jh.; die ehemalige Türmerwohnung ist noch erkennbar. Kapelle heute kleine Festhalle.
Schmuckgiebelhäuser
Bürgerhäuser mit Schmuckgiebeln, Am Markt 12, 30 und 32, eine Besonderheit in Brandenburg, wahrscheinlich 1700 von italienischer Stuckateuren gearbeitet.
Rathaus
Klassizistisch, 1851, Aufbewahrung des “Luckauer Scheffels”.
Ehemaliges Dominikanerkloster
Seit 1747 Gefängnis.
Roter Turm
Teil der Stadtbefestigung, mehrere Bauphasen, 1822 nach Kriegschäden wiederhergestellt. Eine Gedenktafel erinnert an das Gefecht zwischen den preußisch-russischen und den französischen Truppen am 4. Juni 1813.
Niederlausitzmuseum
Napoleonhäuschen
Ehemaliges Wiekhäuschen, zum Gartenhäuschen umgebaut, hier soll Napoleon übernachtet haben, im Innern ein Museum. An die schweren Kämpfe von 1813 erinnern auch eine von französischen Truppen erbaute Schanze und ein Bülow-Denkmal, 1 km außerhalb.
Stadtmauer, Wall- und Grabenzone
Die mittelalterliche Stadtmauer mit Wiekhäuschen ist zu großen Teilen erhalten und restauriert, wasserführender Stadtgraben, Promenade mit alten Bäumen.
Schlossberg
Bis zum 30jährigen Krieg Standort eines Schlosses, Gaststätte „Schlossberg“ im klassizistischen Stil von 1845, unterirdische Gewölbeanlage, Rosengärten.
Stadtpark
Zur Landesgartenschau 2000 geschaffene Anlage, großer Weiher, Streuobstwiese, Moorbad- und Rhododendrongarten erinnern daran, dass Luckau ein Heilbad war.

Kultur erleben
Niederlausitzer Leistungsschau (letztes Aprilwochenende)
Tulpenfest (April)
Mühlenfest (Pfingstmontag)
Luckauer Musik- und Heimatfest mit Nachgestaltung des historischen Gefechtes von 1813 (letztes Juniwochenende)
Brandenburgisches Sommerkonzert
(Juli/August)
Keller- und Kirchennacht (September)
Reiterfest (3.Oktober)
Hubertusjagd (Oktober / November)
„Christmette“ mit Quempas-Singen (25. Dezember)

Ausflugtipps
Kulturlandschaft Fürstlich Drehna – Wasserschloss mit Parkanlage
Langengrassau – Höllberghof mit Höllbergschenke; Tiergehege und Heidegarten
Golßen – Spreewalddorf, Heimathof für Gurkenfans
Görlsdorf – Heinz Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen mit Findlings- und Bauerngarten
Spreewald mit seinen Hauptorten Lübben und Lübbenau
Historische Mühlen in Krossen, Sagritz, Falkenberg, Fürstlich Drehna und Luckau
Crinitz – Töpferwerkstätten
Kasel-Golzig – Glaswerkstatt

Stadtinformationsbüro
Tourismusverband Niederlausitzer Land e.V.
Am Marktplatz 34 (Rathaus)
15926 Luckau
Tel. 03544/ 3050
Fax 03544/ 508276
E-Mail: mail@niederlausitz.com
www.niederlausitz.com

Anreise
Bahnhof in Lucken-Uckro: RE5 (Berlin – Elsterwerda)
Weiter mit Bus RVS 466 bis Luckau

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Bootsverleih

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