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Viel
Charme am altem Arm
Eine stille Stadt am stillen Strom – und doch nicht am Strom.
Das macht einen der Mühlberger Reize aus. Außerdem besitzt
es Klosteranlage, Rathaus und Schloss, stattliche Gebäude mit
kunstvollen Fassaden. Während der Flutkatastrophe im August
2002 konnte durch das Engagement von Bürgern und Behörden
unwiederbringlicher Schaden am Gesamtensemble Mühlberg abgewendet
werden. 5.300 Einwohner.
Eine
Stadt steigt aus dem Strom
Mühlbergs
Anfänge liegen mitten im Fluss: eine Furt, eine Wasserburg
und zwei Inseln. Auf der einen die Altstadt, auf der anderen die
Neustadt, dazwischen Wälle und Gräben. Obwohl seit 1346
rechtlich vereint, wuchs die Doppelstadt real erst zusammen, als
man im 16. Jahrhundert die Gräben bebaute.
Eine
Ackerbürgerstadt, doch auch eine mit Fähre, Fischern und
Schiffern. Selbst ihren Namen verdankt sie dem Fluss: Schiffsmühlen,
fest in der Elbe verankert, ließen ihre Räder von der
Strömung antreiben, bis ins 19. Jahrhundert hinein.
Als man die Elbe 1853 in ein neues Bett legte, lag die Stadt auf
dem Trockenen. Ihr blieb nur der Altarm und ein neuer Hafen. Dort
waren noch Anfang des letzten Jahrhunderts 32 Schleppkähne
registriert. Eisenbahn und Elbbegradigung brachten das Aus für
den Umschlagort Mühlberg.
Giebel
wie Brüsseler Spitzen
Das
Schloss: auf den Grundmauern der Wasserburg im 16. Jahrhundert errichtet.
Damals hätten Sie es noch über eine Zugbrücke betreten,
erst seit dem 19. Jahrhundert sind die Gräben trocken gelegt.
Das Rathaus, Zeugnis einer Stadt in der Blüte. Woran denken
Sie beim Anblick seines Westgiebels? An Orgelpfeifen vielleicht,
oder an eine Hand mit neun Fingern?
Ein Grünzug inmitten der Stadt: die Gräben, die einst
die Doppelstadt trennten, ihr Verlauf ist auch heute noch deutlich
erkennbar. Ein paar Schritte weiter, und Sie kommen zur Löwenapotheke,
deren Einrichtung ist original, genauso, wie vor einhundert Jahren.
Das Kloster: von Bodo und Otto von Ileburg gegründet, vom Zisterzienserorden
als Nonnenkloster übernommen und nach der Säkularisierung
als Domäne fortgeführt.
Vielleicht
haben Sie Glück, und in der Klosterkirche gibt man gerade ein
Konzert. Die Propstei, mit einem Giebel wie Spitze, ist Sitz des
Museums. Es zeigt Ihnen ein Stück „Elbkette“, ursprünglich
siebenhundert Kilometer lang, zogen sich Dampfschlepper an ihr stromaufwärts.
Hinterm
Schloss
Nach
einem Spaziergang zum Altarm der Elbe – dem Postkartenpanorama
der Stadt, können Sie sich hinterm Schloss ausgiebig erholen
und entspannen: angeln, wandern, spielen, campen.
Den
Fluss entlang per Pedale
Ein Tagesausflug raus ins Grüne, auf dem Elberadweg nach Torgau.
Auch untrainiert geraten Sie hier nicht aus der Puste, überall
ist es flach.
Sehenswürdigkeiten
Zisterzienser Klosterkirche
13. Jh., einschiffiger kreuzförmiger Backsteinbau, Konzertsaal.
Kloster „Güldenstern“
13. Jh., Nonnenkloster des Zisterzienserordens, bis heute als geschlossene
Anlage erhalten, eines der 16 ehemaligen Zisterzienserklöster.
Neue Propstei
1531 erbaut, reicher Tierrippengiebel, Wand- und Deckenmalereien
aus der Entstehungszeit, Museum mit Exponaten zur Elbschifffahrt,
Elbfischerei, sakraler Kunst, bürgerlicher Wohnkultur und städtischem
Handwerk, Ausstellung zum Kriegsgefangenenlager der deutschen Wehrmacht.
Hospiz
15./16. Jh., Sitz des Informationsbüros.
Alte Abtei
Um 1500 erbaut, 1717 zum Herrenhaus umgebaut.
Villa Güldenstern Ende des 19. Jh.
Refektorium 13./14. Jh.
Löwenapotheke
300 Jahre alt, Einrichtung von 1904.
Gaststätte Hamburger Hof
16. Jh., war vermutlich das ehemalige Rathaus der Altstadt, Türgewände
aus der Renaissance.
Kursächsische Postmeilensäule
1730
Rathaus
1543 – 1549 wieder aufgebaut, gotische Maßwerkstaffelgiebel.
Frauenkirche
1487 – 1535 wieder aufgebaut, gotischer Schnitzaltar mit Renaissance-Elementen.
Diakonat
1741
Schloss
1545 auf den Grundmauern der Wasserburg errichtet, 1553 –
1560 durch Kurfürst August zur Vierflügelanlage erweitert,
Renaissancegiebel.
Breitscheidstraße 2
1709 errichtet, bemerkenswert: hölzerne Wendeltreppe zum Boden,
liegendes Sprengwerk mit historischer Dachkonstruktion, Restaurierung
Ende der 90er Jahre.
Neustädter Markt
Altstädter Markt
Kultur
erleben
Wochenmärkte (mittwochs)
Dorffeste in den Ortsteilen (Juni – August)
Kinder und Heimatfest (letztes Wochenende im Juni)
Flugplatzfest (2. Wochenende im Juli)
Weihnachtsmarkt (1. Advent)
Ausflugtipps
Mühlberg – Besuch der 3 Blaukeramiktöpfereien:
Henschelstr.1 / Breitscheidstr. 25 / Herrenstr. 30
Mühlberg – Schäferei mit Hofladen
Martinskirchen – Schloss (1754) und Dorfkirche
(18.Jh.)
Altbelgern – Bockwindmühle (1834)
Koßdorf – Holländermühle
und romanische Kirche
Altenau und Fichtenberg – Kirchen
Wahrenbrück – „Kleiner Spreewald“
– vom Frühjahr bis zum Herbst: Kahnfahrten auf der Kleinen
Elster
Spreewald
Torgau
Touristeninformationsbüro
Klosterstraße 9
04931 Mühlberg/Elbe
Telefon: 035342 / 70687
E-Mail: stadt-muehlberg@t-online.de
www.muehlberg-elbe.de
Fahrradmietstation
Pension Wendland
Am Viertelfeld 2
04931 Mühlberg/Elbe
Tel. 035342 / 233
Anreise
Bahnhof in Bad Liebenwerda:
RE (Rathenow – Berlin – Bad Liebenwerda – Cottbus)
RE (Hoyerswerda – Bad Liebenwerda – Leipzig)
Weiterfahrt mit Bus
Weitere
Freizeitangebote
Museum
Camping
Fahrradverleih
Wandern
Angeln
Fahrgastschifffahrt
Marina / Liegplätze
Bootsverleih
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