Stadt Neuruppin
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Stadt mit großen Söhnen
Friedrich der Große war hier als Kronprinz Regimentskommandeur, Karl Friedrich Schinkel wurde hier geboren und den Namen ihres Sohnes Theodor Fontane trägt die Stadt als Beifügung.

Hier begrüßt Sie der Dichter persönlich. Gleich vor der Altstadt sitzt Fontane auf seinem Sockel, beobachtet, was alles passiert, ganz so, als wäre auch er hier nur zu Besuch. Er weiß, was ein freundlicher Empfang wert ist, schließlich war er ja selber viel unterwegs. 32.000 Einwohner.

Auf und Ab in der „BilderBogenStadt“
Im Mittelalter zählte Neuruppin zu den größten Städten der Mark. Eine Blüte, die mit dem Dreißigjährigen Krieg allerdings schnell verwelkte.
Im 18. Jahrhundert wurde sie Garnisonsstadt. Kronprinz Friedrich, später der „Alte Fritz“, war Regimentskommandeur. Die Stadt wurde jahrelang durch die Garnision geprägt. Neuruppins Tuchfabriken lieferten auch den Stoff für Uniformen.

1787 brannte die Stadt zu zwei Dritteln ab, über vierhundert Häuser lagen in Schutt und Asche. Ein Desaster – ein Neubeginn: Neuruppin wurde in zwanzigjähriger Bauzeit wieder aufgebaut, größer und großzügiger als je zuvor. Heute Baudenkmal - Ausdruck von Aufklärung und Humanismus.

Im 19. Jahrhundert machten „Neuruppiner Bilderbogen“ die Stadt bekannt, die ersten bebilderten Boulevardgeschichten der Welt, Vorläufer unserer Illustrierten. Arbeit für drei große Druckereien. Handkoloriert in Heimarbeit.

Ein strenges Reglement
Neuruppin zeigt sich regelmäßig und weiträumig, mit drei großen Plätzen. Häuser und Fassaden wurden typisiert, ein strenges Reglement legte die massive Bauweise, Geschosszahl, Neigung der Dächer und Zahl der Fenster fest. Ein einheitliches Gesamtbild entstand, neben Potsdam ein großes Beispiel des frühklassizistischen Städtebaus.

Zur Wirkung der Stadt gehört unbedingt auch ihre Lage direkt am See: unmittelbar über dem Ufer erhebt sich die Stadtmauer, und darüber die Klosterkirche mit ihren Doppeltürmen. Von der Promenade aus in die Stadt gelangen Sie nach wenigen Schritten zum „Predigerwitwenhaus“. Karl Friedrich Schinkel verbrachte hier seine früheste Kindheit, nachdem sein Geburtshaus beim Stadtbrand zerstört worden war.

Zum anderen großen Sohn Neuruppins geht es ein Stück in die Stadt hinein, am Schinkeldenkmal und an der Pfarrkirche vorbei zur Löwen-Apotheke: hier kam 1819 Theodor Fontane zur Welt.

Maurisches und Musisches
Die Wallanlagen, der heutige Grüngürtel der Stadt. Er führt Sie zum Amaltheagarten im maurischen Stil und zum Apollotempel, dem Erstlingswerk von Knobelsdorf, in dem Friedrich dichtete und seine Abendkonzerte gab.

Geheimtipp
Warum erst weit weg auf Hollands oder Frankreichs Kanälen Boot fahren? Brandenburgs Wasserwege warten auf Sie, mit den mecklenburgischen zusammen haben Sie hier zweitausend Kilometer Wasser vorm Bug, und stets mehr als nur eine Handbreit darunter. An den Ufern viele Orte, die Fontane schon beschrieb.

Sehenswürdigkeiten

Klosterkirche St. Trinitatis
Teil des 1246 gegründeten Dominikanerklosters; 1807 betrieben französische Besatzer eine Feinbäckerei darin; 1834 auf königliche Order wiederhergerichtet; Innenausstattung von Schinkel; Kirchturm begehbar.
Pfarrkirche St. Marien
1806; Hauptportal und Seiteneingänge mit Giebelreliefs; Kultur- und Kongresszentrum.
Altes Gymnasium
1790; Schinkel und Fontane gingen hier zur Schule; heute Musikschule, Fontanezentrum und Bilderbogengalerie.
Städtisches Museum
Als Bürgerhaus 1790 erbaut; Fontanezimmer, mehr als nur Stadtgeschichte.
Amalthea- oder Tempelgarten
1736; im Auftrag von Kronprinz Friedrich (König Friedrich II) erbaut; 1853 von der Kaufmannsfamilie Gentz im maurischen Stil umgestaltet; Apollotempel: Erstlingswerk von Knobelsdorff, später ausgebaut.
Fontanedenkmal
1907
Schinkeldenkmal
1883, in der Hand hält er den Grundriss des Schauspielhauses in Berlin.
Siechenhauskapelle St. Laurentius
1491; Siechenhaus von 1700, eines der ältesten Gebäude der Stadt.
Löwen-Apotheke
1790, Geburtshaus Fontanes
Predigerwitwenhaus
1736, Schinkel wohnte von 1787–1794 mit seiner Mutter darin; Sitz der Schinkelgesellschaft.
Neues Rathaus
Altes Rathaus
Ursprünglich aufgestocktes Palais, nachdem gegenüber der Pfarrkirche das nach 1787 errichtete Rathaus zum Gericht ausgebaut wurde.
Handwerksmuseum
Seepromenade mit Parzivalskulptur
Schulplatz mit Denkmal Friedrich Wilhelm II
(Nachguss, Bürgergeschenk), im Pflaster Markierung einer Außenwand, der beim großen Stadtbrand zerstörten Nikolaikirche.
Wallanlagen
Reste der Stadtmauer, Grüngürtel der Stadt.

Kultur erleben
Fontanerallye (Anfang April)
Mai- und Hafenfest (1. Maiwochenende)
Tierparkfest im Tierpark Kunsterspring mit Kindertag (1. Sonntag im Juni)
Neuruppiner Kultursommer (letzten 10 Tage vor Ferienbeginn in Bandenburg)
Alt Ruppiner Korsofahrt – Bootskorso (erster Sonnabend im August)
Wichmannfest (Anfang September)
Hubertuslauf- und Wanderung (Oktober)
Martinimarkt mit Pferde- und Oldtimermarkt und Kirmes
(Anfang November)
Veranstaltungen zu den Geburtstagen von K.-F. Schinkel
(13.3.1781) und Th. Fontane (30.12.1819)

Ausflugtipps
Boltenmühle – ehem. Scheidemühle, Ausflugsgaststätte
Stendenitz – Waldmuseum am Zermützelsee
Kunsterspring – Tierpark
Gildenhall – Kunsthandwerkersiedlung 1921
Stadtpark – Landschaftspark zwischen Alt Ruppin und Neuruppin am Ruppiner See
Alt Ruppin (Ortsteil) – Pfarrkirche St. Nikolai
Wustrau – neubarockes Schloss und Park, heute Richterakademie, Brandenburg-Preußenmuseum
Fehrbellin – Ackerbürgerstädtchen, Flugplatz Ruppiner Land, Ballonfahrten, Fallschirmspringen 033932 / 72412
Linum – Storchendorf
Lindow – Erholungsort zwischen drei Seen mit ehemaliger Klosteranlage, Museum, Vogelpark

Tourismus-Service „BürgerBahnhof“
Karl-Marx-Str. 1
16816 Neuruppin
Tel. 03391 / 4546 0
Fax 03391 / 4546 66
E- Mail:
neuruppin-info@ibs-brandenburg.de

tourismus-service@neuruppin.de
www.neuruppin.de

Anreise
Bahnhof im Ort: RE 6 (Wittstock – Berlin)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Hallenbad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Wandern
Angeln
Fahrgastschifffahrt
Marina / Liegplätze
Bootsverleih

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