|
„Hübsches
Wort für hübschen Ort“
Stadtmauer, Tore und Türme. Templins mittelalterliche Kulisse
ist so gut erhalten, wie sonst keine im Norden. Bei ihrem Anblick
ahnt man, was in anderen Städten verloren ging. „Perle
der Uckermark“ wurde Templin schon um 1900 genannt. 14.000
Einwohner.
Immer
wieder aufgebaut
Im 13. Jahrhundert am Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen
gegründet, wurde die Stadt kurz darauf als Grenzfeste zum benachbarten
Mecklenburg ausgebaut, mit der Verlagerung von Handelswegen geriet
sie wirtschaftlich jedoch bald ins Abseits.
Wehrhaft, doch geschunden: Verwüstet im Dreißigjährigen
Krieg war Templin außerdem Opfer von vier großen Bränden.
1735 wütete das Feuer am schlimmsten, es zerstörte die
Stadt fast bis auf den Grund, nur ihre Stadtmauer, Reste der Tore
und die Georgenkapelle überstanden. Aber Templin überlebte,
es wurde wieder neu aufgebaut. Die letzte Zerstörung dann im
März 1944,
als angloamerikanische Bomben auf die Altstadt nieder gingen.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Templin als Jungbrunnen entdeckt,
heute ist es Thermalsoleheilbad und als Erholungsort staatlich anerkannt.
 Ein
Ring und sechzig rechte Winkel
Templins großartigstes Bauwerk: die Stadtmauer. Ein lückenloser
Ring, mit Toren, Türmen und Tortürmen, mit 47 Wiekhäusern
und mehr als 1.700 Metern Länge. Eine größere Mauer,
als die des berühmten Carcassonne in Südfrankreich. Sie
blieb auch noch erhalten, als sie waffentechnisch längst
wirkungslos war. Die Torhäuser mit ihrem Schmuck zeigen: Es
ging auch um Repräsentation.
Die Altstadt, 1735 neu aufgebaut, regelmäßig wie eine
Kolonialstadt, mit einem Grundriss aus sechzig rechten Winkeln.
Am Marktplatz das barocke Rathaus von 1750, zwei Karrees weiter
die Stadtkirche Maria Magdalena. Im Schutze der Mauer, Templins
ältestes Gebäude, die St. Georgenkapelle aus dem 14. Jahrhundert.
Wären Sie einst zum Markt angereist, hätte der Torschreiber
Sie im „Akzise.Haus“ erwartet und gefragt: „Etwas
zu verzollen?“ 1768 auf Befehl Friedrich des Großen
errichtet, wurde hier bis in die 1820er Jahre die „Akzise“,
eine Waren- und Verbrauchssteuer, erhoben. Schauen Sie heute hier
vorbei, erwartet Sie Templins Tourismus-Information.
Einmal
im Kreis
Das liegt nun wirklich nahe: Ein Bummel einmal rund um die Stadtmauer,
den Grünanlagen und dem Templiner-Kanal entlang. Sollten zum
Schluss die Schuhe drücken, dann steigen Sie einfach aufs Schiff.
Vom
Wasser verwöhnt
Liegt
auch nahe: Das „Templiner Seenkreuz“. Der Name deutet
schon die vielen Ausflugs- und Erholungsmöglichkeiten an: Eine
Fünf-Seen-Rundfahrt, die Bibertour zum Röddelinsee oder
Sonnenbaden im Strandbad am Stadtsee.
Sehenswürdigkeiten
Stadtkirche St. Maria Magdalena
Der barocke Putzbau von 1745-49 geht auf den Neuaufbau nach dem
Stadtbrand zurück, wobei im Innern die dreischiffige Backsteinhalle
aus dem 15. Jahrhundert erhalten wurde. Der Turm erhielt einen mehrgeschossigen
Aufbau mit kupferbeschlagener Laterne und Haube. Kirchenschlüssel
nach Absprache im Kirchenbüro, Martin-Luther-Straße.
Rathaus
Dreigeschossiger Putzbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit
Walmdach und mittigem Dachtürmchen, nach Teilzerstörung
im 2. Weltkrieg wiederhergestellt.
St. Georgenkapelle
Ältestes Gebäude der Stadt, 14. Jh., gotischer Backsteinbau,
hat als einziger neben drei Stadttoren und der Stadtmauer den Stadtbrand
von 1735 überstanden. Kreuzrippengewölbe und spätgotischer
Schnitzaltar.
Berliner Tor, Mühlentor, Prenzlauer Tor
Drei gotische Backstein-Stadttore, alle Türme mit Blendengliederung
und Staffelgiebeln geschmückt. Das Prenzlauer Tor ist als Doppelanlage
erhalten.Sitz des Uckermärkischen Volkskundemuseum. Im Berliner
Tor Daueraustellung zur Natur, Landschaft und Lebensraum der Uckermark.
Ehemaliges Akazisehaus
Umfassend saniertes Torschreiberhäuschen, wurde 1768 zusammen
mit dem Neuen Tor errichtet. Seit in den 20er Jahren des 19. Jh.
die Akzise aufgehoben wurde, diente es bis 1990 als Wohnhaus. Sitz
des TourismusService Templin.
Die Stadtmauer
Das beeindruckendste Bauwerk Templins; im14. Jahrhundert aus Feldsteinen
errichtet, 1735 Meter lang, durchschnittlich 7 Meter hoch. Im Abstand
von 25 Metern sind insgesamt 47 halbrunde Wiekhäuser eingebaut.
Pulverturm
Ehemaliges Wiekhaus, Ende des 15. Jahrhunderts als Rundturm zur
Aufbewahrung von Schießpulver ausgebaut.
Eulenturm
Diente früher als Gefängnis, daher auch „Hungerturm“
genannt.
Außerhalb des historischen Stadtkerns:
NaturTherme Templin
Eingebettet in die Uckermärkische Landschaft, umgeben von Wiesen
und Wäldern, von Flüssen und Seen, ein Ort der Lebensfreude
und Gesundheit. – Gesundes Badevergnügen in bis zu 36°
warmer Thermal-Sole: Wellen-Becken, Wasserfall, Sprudelbecken, Lichtwasserorgel,
Außenbecken, Erlebnisrutsche, Kinderparadies, Saunalandschaft,
Therapie- und Wellnessangebote.
www.templin.de
Kultur
erleben
Templiner Stadtfest (3. Juniwochenende)
Rhein-Hessisches Weinfest (2. Augustwochenende)
Klassische Konzerte, Kunstinstitut “Baja“
(einmal jährlich internationaler Wettbewerb)
Ausflugtipps
Besonderes Angebot: Draisinefahrten zwischen Templin –
Lychen – Fürstenberg, Tourismus Service Templin / TOURISTICA
Lychen – historischer Stadtkern, von drei
Seen umgeben
Boitzenburg – Schloss und Barockgarten derer
von Arnim, Ruine des Zisterzienser-Nonnenklosters
Alt-Placht – Kirchlein im Grünen
Mildenberg – Ziegelpark
Annenwalde – Glashütte
Gerswalde – Wasserburg
Keskow – Blumenberger Mühle
TourismusService
Templin e.V.
Historisches Rathaus
Am Markt 19
17268 Templin
Tel. (03987) 2505
Fax (03987) 208071
E-Mail: stadtmarketing-templin@t-online.de
www.templin.de
Anreise
RB 12 (Berlin –Templin)
RB 63 (Eberswald – Templin)
Weitere
Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln
Fahrgastschifffahrt
Bootsverleih
|