Stadt Uebigau
Stadtführungen & Reiseinformationen

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Quadrat Uebigau-Wahrenbrück
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Stadt mit besonderem Pflaster
Ein geschlossen erhaltener Stadtkern, baulich schlicht, mit Wiesen, Wäldern und Wasser, wo Biber, Eisvogel und Schwarzstorch zu Hause sind. Wer sich an einem harmonischen kleinstädtischen Stadtbild erfreut, der wird nicht enttäuscht. Historisch authentisch ist noch das gesamte Pflaster der Stadt. fast 7.000 Einwohner.

Marktort im Mittelalter
An einer Furt der Schwarzen Elster errichtet und von einer Burg geschützt, verdankt Uebigau seiner strategischen Lage seine Entwicklung im Mittelalter. Die Stadt war Marktort an einer wichtigen Nebenstraße einer uralten Handelsroute von West nach Ost und bekam 1303 das Stadtrecht.
Häufiger in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, war es erst böhmisch und sächsisch, nach dem Wiener Kongress 1915, preußisch.

Ackergaul statt Dampfross
Dampfross – Nein, danke. Von der Eisenbahn wollte man in Uebigau Mitte des 19. Jahrhunderts nichts wissen. Man befürchtete, die Landwirtschaft nähme Schaden. Der Eisenbahn-Knotenpunkt wurde daher ins benachbarte Falkenberg verlegt. Dennoch brachte die Bahn auch Uebigau seinen Aufschwung: um 1900 lebten mehr Eisenbahner als Handwerker in der Stadt. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts hatte sich die Zahl der Wohnhäuser gegenüber 1900 sogar verdoppelt. Dieses Wachstum vollzog sich jedoch außerhalb der Altstadt, die Bebauung aus dem 18. und 19. Jahrhundert blieb im Wesentlichen erhalten und auch von Kriegszerstörungen verschont.

Schildbürger in Uebigau
Nein, Uebigau ist nicht Schilda!! Und doch hat das Städtchen eine Menge mit den einfältigen Schildbürgern zu tun: Friedrich von Schönberg, der vermutliche Verfasser dieser Schwänke war zur Zeit der Entstehung des berühmten Buches in Uebigau ansässig.

Uebigauer Markt: sehr groß und rechteckig. In den Jahren 2002/2003 denkmalgerecht saniert. Er macht noch heute die einstige Bedeutung der Stadt als Handelsort sichtbar. Eine Straße von Leipzig über Torgau kommend ging über den Marktplatz weiter ins Schlesische.

Am Marktplatz: Das Rathaus, ein ehemaliges Bürgerhaus, die Postmeilensäule von 1730, der Marktbrunnen und die mehr als hundertjährige Eiche. Einmalig: das Lesesteinpflaster von 1822, die eingepflasterten kleinen Findlinge dienten als Markierung für die Marktbuden.

Ein paar Schritte weiter: Die St. Nikolai Kirche ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert. Ihr Turm aus dem 16. Jahrhundert prägt die Silhouette der Stadt. Bei einem Spaziergang werden Sie merken: Straßen und Plätze sind angenehm proportioniert. Der Stadtgrundriss, unregelmäßig gewachsen, bietet stets neue Eindrücke.

Landschaft im Park
Der Schlosspark mit kleinem See, ein Landschaftspark mit altem Baumbestand, ideal für einen kleineren Spaziergang. Wem es hier gefällt, kann auch gleich hier übernachten. Einmal Schlossherr sein in der Schlossherberge.

Hügelgräber und Briketts
Wer etwas Zeit hat, sollte Mitteleuropas größtes Hügelgräberfeld oder die älteste Brikettfabrik Europas besuchen. Dem „echten“ Schilda kann man auch begegnen. Es liegt ganz in der Nähe.

Sehenswürdigkeiten

Rathaus
Im 19. Jh. einziges massives Bürgerhaus; 1853 durch die Stadt für 2500 Taler als Rathaus erworben, das gotische Rathaus auf der Mitte des Marktplatzes war schon Ende des 17. Jh. durch Brand völlig zerstört.
Marktplatz
Mit historischem Streifenpflaster von 1822. Kursächsische Postmeilensäule (detailgetreue Nachbildung des Originals aus dem 18. Jh.); historischer Wasserbrunnen nach dem Vorbild des Stadtwappens; 100jährige Eiche.
Heimatstube mit Kulturscheune
Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem 18. Jh. mit barockem portalartigem Vorbau, war einst Sitz einer Seifensiederei; bemerkenswerte Zinnfigurenausstellung des international bekannten Graveurs J.Frauendorf, Stadt- und Schulgeschichte; Einblicke in das ackerbürgerliche Leben, im Hof Nachbildung einer bronzezeitlichen Siedlungsanlage mit Exponaten und Modellen.
Führungen jederzeit möglich. H.-G. Lehmann, Schützenstr. 21, 04938 Uebigau, Tel. 035365 – 87259.
Schlossherberge mit Park
Ehemaliges Rittergut, letzter Umbau 1904, einer der wenigen Gutssitze im neobarocken Stil mit Elementen des Jugendstils; heute Schlossherberge.
Stadtkirche St. Nikolai
Langgestreckter rechteckiger verputzter Backsteinbau, östlicher Teil ist ein Bauwerk der frühen Gotik (um 1300), westlicher Teil mit Turm und Sakristei stammt aus dem 16. Jh., Innenraum flach gedeckt (Reste einer Deckenmalerei aus dem 17. Jh.), in der Chorsüdwand frühgotischer Dreisitz mit Spitzbogennischen. Am klassizistischen Kanzelaltar sind ältere Renaissanceteile zu finden: Gemälde der Kreuzigung mit Hintergrund der Stadt Uebigau von 1697, zweigeschossiges Renaissancegestühl mit Restbemalung von 1698. An der Ostwand das Grab der Familie Chladni. Ernst Florenz Chladni entwickelte im 18.Jh. die moderne Akustik und die Meteoritentheorie.
Pfarrhaus
1782 in Ziegelfachwerk mit Krüppelwalmdach.
Stadtmühle
Erste Erwähnung 1521, nach 1945 Getreidemühle, großer Mühlenhof aus der 1. Hälfte des 19. Jh.; Außenanlagen zu besichtigen.
Freihaus
1487 erste Erwähnung; verputzter Fachwerkbau mit Stallanlagen.

Kultur erleben
Luisenlaubenfest (1. Mai)
Sportfest (landesoffen) des Sportvereins „Lok“ und Schützenfest der Schützengilde (vorletzte Woche im Mai)
Schützenfest der Schützengilde 1802 e.V. (Ende Juni)
Bikertreffen in Beiersdorf (1. Juniwochenende)
Rothsteiner Felsenfest (2. Juliwochenende)
Bambusfest in Saxdorf (2. Augustwochenende)
Stadtfest Wahrenbrück (Ende August)
Parkfest (1. Sonntag im September)
Frühschoppen im Bronzezeitdorf Uebigau (3. Oktober)
Münchner Oktoberfest an der Elster (1. Oktoberwochenende)
Weihnachtsmarkt (1. Adventswochenende)
Prestewitzer Bauernmarkt (von April – Oktober)
Wochenmarkt (dienstags)

Ausflugtipps
jungbronzezeitliches Hügelgräberfeld im Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Schweinert“ (mit rund 640 Hügelgräbern größtes Hügelgräberfeld Mitteleuropas)
OT Domsdorf - Europas älteste Brikettfabrik „Louise“, Technisches Denkmal
Erholungsgebiet „Kiebitz“ bei Falkenberg, Badesee mit Strand
Saxdorf – Kirche, 13. Jh., mittelalterliche Ausstattung, Wandmalereien, Pfarrgarten mit seltenen Pflanzen
„Kleiner Spreewald“ OT Wahrenbrück – Frühjahr bis Herbst Kahnfahrten auf der Kleinen Elster
Hochpolgenerator OT Neumühl
Renaissancestadt Torgau – im benachbarten Land Sachsen, historischer Stadtkern, Schloss 16. JH
Schlieben – historische Kellerstraße
Doberlug-Kirchhain – in Europa einzigartiges Weißgerbermuseum, originale Weißgerberwerkstatt
Schönborn – Glashütte
Naturschutzzentrum Kleinrössen – naturkundlicher Lehrpfad, Bauerngarten, Familiensonntage mit Programm
Falkenberg – Eisenbahnmuseum und naturkundliche Heimatstube

Tourismusinformationen
Markt 11
04938 Uebigau
Tel. 035365 / 8910
Fax 035365 / 89140
E-Mail: info@uebigau-wahrenbrueck.de
www.uebigau-wahrenbrueck.de

Anreise
Bahnhof im Ort: RB 43 (Falkenberg/Elster – Cottbus)
RE 4 (Falkenberg – Rathenow), in Falkenberg Anschluss nach Uebigau)

Weitere Freizeitangebote
Museum
Strandbad-/Freibad
Camping
Fahrradverleih
Kutschfahrten / Kremser
Reiten
Wandern
Angeln
Bootsverleih

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