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Aktion
„Denkmal des Monats“
März
2006 / Wohnhaus in der Rosenstraße Nr. 3 / Neuruppin
Das
Haus Rosenstraße 3 liegt etwa 80 m nördlich der zentralen
Karl-Marx-Straße im so genannten "Wallviertel".
Es wurde 1704 errichtet und blieb vom großen Stadtbrand 1787
verschont. Während die Stadt klassizistisch wieder aufgebaut
wurde, legt es heute ein wichtiges Zeugnis für ein typisches
Barockhaus ab.
Nach einem fast 10-jährigen Leerstand konnte das Haus Rosenstraße
3 durch seine neuen Eigentümer Sandra Fellbaum und Olrik Priesemuth
in den Jahren 2004 / 2005 saniert werden. Die Sanierungsplanung
erfolgte auf Basis einer holzschutztechnischen Untersuchung. Partiell
stellte man in diesem Zusammenhang Befall mit Hausschwamm, Moderfäule
und weitere Feuchtigkeitsschäden fest. Diese Schäden wurden
fachmännisch beseitigt. So konnten auch die Fachwerkkonstruktion
der Umfassungswände, der originale Dachstuhl und große
Teile der barocken Dielung sowie die inneren Fachwerkwände
mit Ziegel- bzw. Lehmausfachungen erhalten und saniert werden.
Eine
dendrochronologische Untersuchung dokumentiert das hohe Alter dieses
Gebäudes, das seit 1999 unter Denkmalschutz steht. Im Rahmen
der Wiedernutzung des Gebäudes durch die neuen Eigentümer
wurde auch der hofseitige Anbau in die Planung integriert. Weil
hier nur noch ein sehr geringer historischer Bestand vorlag, konnte
dieser Anbau bewusst modern gestaltet werden und trägt mit
den Fenstern und dem Balkon zur Verbesserung der Wohnqualität
bei.
Die Straßenfassade mit ihrer Fachwerkkonstruktion, den Klappläden
und Kastendoppelfenstern sowie die Biberschwanzeindeckung mit aufgelegter
Regenrinne dokumentieren stadtbildprägend den Typ eines Barockhauses.
Vor der Sanierung war die Straßenfassade vollständig
verputzt, was nicht dem Originalzustand entsprach, Die desolate
und wesentlich jüngere Hauseingangstür wurde stilgerecht
durch ein restauriertes Original ersetzt.
Die Farbgebung beruht auf Befunde eines farbrestauratorischen Gutachtens
und zeigt die Erstfassung der Erbauungszeit.
Mit
Hilfe von Städtebaufördermitteln aus dem Programm "Städtebaulicher
Denkmalschutz" konnte das hohe Engagement der Eigentümer
zum Erhalt des Gebäudes unterstützt werden.
Kosten:
Sanierung der Fassade
ca. 130.000 EUR
Zuschuss Städtebauförderung
52.400 EUR
Größe:
195m² Wohnfläche, 1 WE
Sanierungszeitraum:
2004 / 2005
Text und Fotos: Torsten Bock, Sanierungsträger BauGrund sowie
Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung
und Modernisierung
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