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Aktion
„Denkmal des Monats“
 Denkmal
des Monats Mai ist die St.-Katharinen-Kirche in Lenzen
Über 1000 Jahre steht ein Gotteshaus an der Stelle
der St. Katharinen-Kirche in Lenzen an der Elbe. Die gotische Hallenkirche
ist bereits das dritte Gottesbauwerk und wurde in den folgenden
Jahrhunderten vielfach umgestaltet und ergänzt. Heute sind
noch Elemente aus unterschiedlichen Stilepochen sichtbar, wie beispielsweise
die Barockorgel. Der Orgel hat sich ein Verein angenommen, die Orgelrestaurierung
beginnt im nächsten Jahr. Pfarrer Reusche betonte anlässlich
der Auszeichnung der Kirche als Denkmal des Monats Mai am 28. Mai
2005, die Wichtigkeit der Nutzung
des Gotteshauses für seinen Erhalt. Er freute sich über
die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft und versprach der Urkunde
einen Ehrenplatz. Nach der Auszeichnung und einer Stärkung
mit Kaffee und Kuchen auf der Orgelempore erwartete die rund 50
Besucher ein Konzert mit irischer Musik.
Mai
2005 / St.-Katharinen-Kirche in Lenzen (Elbe)
Die
Anfänge des jetzigen Kirchenbaus gehen auf das 14. Jh. zurück.
Aus dieser Zeit stammen Teile des in Ost-West-Richtung gebauten
Langhauses mit seinen kreuzförmigen Pfeilern und die zweiteiligen
schlanken Fenster der Nordmauer. Später wurden der Altarraum
und die Nord- und Südportale angebaut, wodurch die Kreuzform
der Kirche entstand.
Zu
den ältesten und wertvollsten Kunstdenkmälern der Innenausstattung
gehören das Taufbecken aus dem Jahre 1486, ein 30-armiger Kronleuchter
im Renaissancestil aus dem Jahre 1656 sowie die 1759 von Gottlieb
Scholtze umgebaute Orgel mit Pfeifenreihen von Hans Scherer und
Arp Schnittger. Eine hervorragende Bildhauer-Arbeit ist der Grabstein
der Anna Götzen (+ 1617) als Sandstein-Hochrelief.
Verheerende
Feuersbrünste der Jahre 1646 und 1703 verschonten auch die
Kirche nicht. Danach hat der Kirchturm nicht nur seine Spitze, sondern
nachdem er 1751 eingefallen war und 1756 der Rest abgebrochen wurde,
auch ¼ seiner Höhe eingebüßt. Der 1775 fertig
gestellte Südgiebel fiel nach 2 Tagen wieder ein und ein 5-stöckiges
Gerüst zum Bau der Kuppel wurde vom Sturm umgeworfen und zerschlug
das gesamte Kirchendach. Im Jahre 1760 wurde der jetzige Turm fertig.
Sein Dach ist 1986 erneuert worden.
Sanierung
Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Backsteinmauerwerk und die Restaurierung
der bleiverglasten Chorfenster erfolgten 1997 im Rahmen der Städtebauförderung.
In den Jahren 1997 bis 1998 wurde eine umfangreiche Mauerwerkstrockenlegung
im Bereich der Fundamente durchgeführt.
Das stark durchfeuchtete und mit Salzen belastete Backsteinmauerwerk
des gesamten Kirchenbauwerkes wurde gegen aufsteigende Feuchtigkeit
geschützt und saniert.
Große Bereiche des z.T. verwitterten Verblendmauerwerkes wurden
restauriert und neu verfugt. Weiterhin wurden sieben stark beschädigte
Kirchenfenster mit einer so genannten Spitzrautenbleiverglasung
einschließlich der Stabwerke aus handgeformten Ziegelsteinen
repariert und z.T. erneuert. Vier weitere Bleiglasfenster erhielten
eine Schutzverglasung. Im Bereich der Sakristei und an der Südseite
wurden die Eingangstüren aus Holz ebenfalls erneuert.
Nach
Fertigstellung der Fundamentsanierung wurde mit der Neugestaltung
der Oberfläche sowie der Erneuerung des Regenwasserkanals im
Kirchumfeld begonnen.
In Anlehnung an die historische Bebauung wurde für die Platz-
und Fahrbahngestaltung ausschließlich Natursteinmaterial verwendet.
Vor dem Haupteingang wurde die Lutherrose in Mosaikpflaster dargestellt.
Die Rundbank um die neu gepflanzte Eiche vor dem Seiteneingang bietet
den Besuchern eine besondere Aufenthaltsqualität. Das Bauvorhaben
konnte 1998 abgeschlossen werden und wurde ebenfalls im Rahmen der
Städtebauförderung mitfinanziert. Die Sanierungskosten
der Kirche beliefen sich dabei auf rund 50.000 EUR, das Umfeld der
Kirche wurde mit rund 320.000 EUR gestaltet.
Textautor: Stadt Lenzen/BIG Städtebau M-V GmbH
Bilder: Stadt Lenzen
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