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Aktion „Denkmal des Monats“

Juli 2006 / Wittstock/Dosse / Auf der Freiheit 8

uebergabeAm 20. Juli 2006 wurde das Wohnhaus "Auf der Freiheit 8" in Wittstock/Dosse als Denkmal des Monats der Arbeitsgemeinschaft ausgezeichnet. Das Haus hat bereits eine lange Geschichte, vor einigen Jahren packten die Eigentümer dann die Sanierung an. Aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" und durch die Aufnahme in das Bürgerhausprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhielt das Wittstocker Ehepaar Unterstützung, um Fassade und Dach fachgerecht zu erneuern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, nicht nur die hausEigentümer sind stolz auf Ihr Engagement. Auch die Stadt kann sich wieder mit dem schönen Fachwerkhaus schmücken, das direkt in unmittelbarer Nähe des Eingangsbereiches der Alten Bischofsburg gelegen ist. Ein besonderer Tipp: Die Eigentümer laden jedes Jahr zum Tag des offenen Denkmals in ihren lauschigen Innenhof zu Kaffee und Kuchen.
haus

Das nach Lage und Größe herausragende Gebäude wurde erstmals erwähnt, als Markgraf Johann Georg es am 4.12.1566 dem Amtskastner Kaspar Wolter schenkte. 

Der Amtskastner, später Amtsschreiber,  war im kurfürstlichen Amt zuständig für die Geschäfte und die Rechnungen, gleichzeitig übte er das Amt des Stadtrichters aus. Das Grundstück des " Freihauses" lag auf der sog. Amtsfreiheit, die seit Bestehen des kurfürstlichen Amtes aus der alten Burgfreiheit hervorgegangen war. Die Fläche gehörte gemeinderechtlich nicht zur Stadt, sondern zum Amt. Ihre Bewohner hatten zwar keine Bürgerrechte, waren aber von allen bürgerlichen Steuern und Lasten befreit.

Von Amtskastner Kaspar Wolter ausgehend sind alle Besitzer und die gesamte Baugeschichte bis heute ohne Unterbrechung dokumentiert. Von 1681-92 diente das Gebäude als Hofrentei (Zoll- und Posthaus, erste Poststation in Wittstock). Damit bekam die Stadt erstmals eine regelmäßige Verkehrsverbindung. Mit der "Güstrower Geschwinden" gelangten Reisende in 23 3/4 Stunden nach Berlin.

hausDas als Einzeldenkmal ausgewiesene Wohnhaus ist ein fünfachsiges, besonders stattliches zweigeschossiges Fachwerkhaus mit hohem Mansardwalmdach. Die dringend erforderliche Sanierung von Dach und Fassade konnte mit Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erfolgreich  abgeschlossen werden.

Text:  Bruckbauer & Hennen, Jüterbog
Fotos: Stadt Wittstock/Dosse, FB 2

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