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Aktion „Denkmal des Monats“

November 2004 / Die Burg in Lenzen (Elbe)

Die Burg Lenzen
Die Burganlage überragt durch die Hügellage und durch den 28 m hohen Burgturm die kleine Stadt Lenzen und ist in der Flussniederung der Elbtalaue, die seit 1998 als Biosphärenreservat anerkannt ist, aus großer Entfernung zu erkennen. Die heute bestehenden Gebäude der Burg sind auf den Resten einer slawischen Burgwallanlage aus dem 9. Jahrhundert gegründet. Um den Burghof gruppieren sich Gebäude unterschiedlicher Bauart und Bauzeit:Das Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1699 ist das einzige reetgedeckte Gebäude in Lenzen. Der Burgturm, er stammt aus dem 12. Jahrhundert, ist aus ca. 3,0 m dicken Mauern aus Ziegelsteinen errichtet. Das Haupthaus ist ein zweigeschossiger Bau ausdem Jahre 1725, das an seiner barocken Außenfassade als ehemaliger Herrensitz erkennbar und mit aufwendigen barocken Innenraumgestaltungen ausgestattet ist. Verbunden mit dem Haupthaus ist das zweigeschossige Seitengebäude aus dem Jahre 1792. Die jüngsten Bauten sind das Pförtnerhaus, ein eingeschossiges Wohngebäude mit barockisierender Fassade aus dem Jahr 1927 und der Winkelpavillon, errichtet 1964-65. In den Parkanlagen unterhalb des Burghügels befinden sich das "Teehaus" und die "Alte Gärtnerei" aus dem Jahre 1927. Der rund 4 ha große denkmalgeschützte Burgpark wird nach Westen durch die Löcknitz begrenzt und leitet über in die Elbtalaue. Die Parkanlage bekam in den 1920er Jahren ihre heutige Gestalt.

Der Landesverband Niedersachsen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) wurde 1993 durch eine Schenkung Eigentümer der Burg Lenzen (Elbe). Als erster touristischer Baustein des Projektes Burg Lenzen wurde im Mai 2003 das Burgmuseum in dem denkmalgerecht sanierten Fachwerkgebäude und im Burgturm eröffnet. Auf rund 350 m² werden Ausstellungen zur Geschichte Lenzens, der Region und die Multimedia-Ausstellung "Mensch und Strom" gezeigt.

Zielstellung des Trägerverbunds Burg Lenzen e.V. ist der weitere Ausbau und die Komplettierung der Burg Lenzen zum "Zentrum für AuenKultur" als einen attraktiven Museums- und Ausstellungsort, einem Seminar- und Tagungszentrum sowie als Kooperationspartner für Forschungen zur Entwicklung des ländlichen Raumes und der Auenökologie.

Sanierung in Lenzen
Lenzen gehört zu den kleinsten und gleichzeitig zu den letzten Städten, die bisher in das Bund-Länder Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" und die Arbeitsgemeinschaft aufgenommen wurden. Insgesamt stellte das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg 9,47 Mio EUR Fördermittel für die Erneuerung des öffentlichen Raumes und die Instandsetzung und Modernisierung der einzigartigen historischen Bebauung zur Verfügung.

Die Sanierung der Burg Lenzen erfolgt in mehreren Schritten. Zur Sanierung der südlichen Stützmauer sowie für ein Bodengutachten standen insgesamt 1,2 Mio EUR Landes- und kommunale Mittel aus dem Programm "Städtebauliche Sanierung" des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg zur Verfügung. Für die Gebäudesanierung wurden rund 1,2 Mio EUR aus den Programmen "Städtebauliche Sanierung" und "Städtebaulicher Denkmalschutz" eingesetzt. Darüber hinaus hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt für die Sanierung der Burganlage Fördermittel in Höhe von 2,55 Mio EUR bereitgestellt. Hinzu kommen Fördermittel der Umweltlotterie Bingo Niedersachsen in Höhe von 390.000 EUR, Lotto-Mittel des Landes Brandenburg von rund 230.000 EUR, Denkmalpflegemittel des Landes Brandenburg und des Bundesverwaltungsamtes in Höhe von rund 280.000 EUR, Mittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz von rund 80.000 EUR sowie Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit in Höhe von ca. 360.000 EUR.

Text und Fotos: Stadt Lenzen/Burg Lenzen e.V., complan GmbH


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