Denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule

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Anlass und Ziel

Die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg möchte gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz junge Menschen für das historische Erbe im Land Brandenburg begeistern. Dabei sollen Kindern und Jugendlichen praxisnah die Bedeutung von Kulturdenkmalen näher gebracht und Möglichkeiten aufgezeigt werden deren Erhalt zu sichern.

Was ist „denkmal aktiv“?

denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule ist das Schulförderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zu den Themen kulturelles Erbe und Denkmalschutz. Seit vielen Jahren bietet „denkmal aktiv" für Schulteams – bestehend aus Schülern, Lehrern und fachlichen Partnern – den Rahmen für schulische Projekte zur kulturellen Bildung zu historischen Bauten, Stätten, Gärten, Parks oder Welterbestätten. Ob im Unterricht, in Form von Schul-AGs oder als Ganztagsangebot, im Zentrum von "denkmal aktiv" stehen ein Schuljahr lang die Erkundung und Erforschung des kulturellen Erbes im Lebensumfeld der Schüler.

Im Rahmen der Projektarbeit setzen sich die Schüler intensiv mit dem jeweiligen Objekt auseinander, rücken das Kulturdenkmal einmal ganz bewusst in den Mittelpunkt des Interesses und leisten so einen aktiven Beitrag zu dessen Erhalt. Dabei arbeiten sie mit Fachleuten aus dem Bereich der Denkmalpflege zusammen, die ihnen bei der Planung und Durchführung der Projekte als ständige Berater zur Seite stehen.

Flyer Denkmal aktiv 2016 (PDF)

Wer darf sich bewerben?

Für eine Teilnahme an "denkmal aktiv" unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft können sich allgemein bildende und Berufsbildende Schulen der Sekundarstufe I und II sowie Einrichtungen der Lehreraus- und Fortbildung bewerben. Grundschulen sind nur antragsberechtigt, wenn sich die Klassenstufen 5 und 6 bewerben. Die Teilnahme ist in verschiedenen Varianten möglich. Als einzelne Schule (nur bei Erstbewerbung) und in Form von Verbünden (3-6 Schulen, wovon eine federführend sein muss).

Schulen, die sich bereits zweimal mit demselben Themenfeld im Rahmen der Schulaktion beteiligt haben, müssen sich mit einem neuen Thema und/oder einer neuen Kerngruppe bewerben.

In jedem Schuljahr sieht die Kampagne bundesweit eine Förderung von ca. 50 bis 70 Projekten vor.

Wann und womit kann man sich bewerben?

Die Ausschreibung für das jeweilige Schuljahr wird im März veröffentlicht. Bewerbungsschluss ist dann im Mai.

Im Rahmen einer Beteiligung unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg erfolgt die Bewerbung der Schulen durch einen Projektvorschlag unter dem Themenfeld des jeweiligen Jahresthemas der Arbeitsgemeinschaft. Das Jahresthema hat immer den Fokus auf „Historische Stadtkerne im Land Brandenburg“ und variiert hinsichtlich spezifischer Schwerpunktthemen (wie z.B. Kinder- und Jugendliche, Nachbarschaften, Königshäuser, Kirchen, Frauen, Wasser, Freiräume etc.).

Einzureichende Projektanträge sollten sich wenn möglich mit besonders gefährdeten Objekten/Denkmalen beschäftigen, da junge Menschen durch eine Beschäftigung mit den Kulturdenkmalen für einen verantwortungsvollen Umgang sensibilisiert werden. Ausgeschlossen sind dabei Projektanträge, die ausschließlich das eigene Schulgebäude zum Thema haben.

Wer sind die fachlichen Partner?

Jedes Schulteam sucht sich dazu einen fachlichen Partner zur Bearbeitung des Projektes. Die fachlichen Partner müssen Fachwissen im Bereich von Kulturerbe und Denkmalschutz bzw. je nach Ausrichtung des Projektes besitzen und aus der Region des Schulstandortes stammen. Es sollte sich dabei z.B. um Denkmalpfleger, Restauratoren, Historiker, Stadtplaner, Architekten etc. handeln.

Unterstützend stehen den teilnehmenden Mitgliedsstädten der Arbeitsgemeinschaft folgende fachliche Partner zur Verfügung:

  • Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg, Nora Görke (Bürgermeisterin Stadt Kyritz)
  • Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

Themenbezogen können selbstverständlich weitere Partner hinzugezogen werden.

Die Aufgabe der fachlichen Partner besteht darin, die Schüler bei der Wahl des Denkmals zu unterstützen, Hilfestellung beim Ausfüllen des Teilnahmeantrags zu geben, die Schulteams während der gesamten Projektlaufzeit fachlich zu begleiten sowie um Kontakte zu vermitteln.

Arbeitsphasen /Tätigkeitsschwerpunkte

Die Beteiligung der Schulen im jeweiligen Schuljahr gliedert sich in mehrere Arbeitsphasen, die im Folgenden kurz erläutert werden.

1. Vorbereitungsphase (September bis März)

  • Auswahl einer teilnehmenden Stadt je Regionalgruppe
  • Auswahl eines Denkmals


 2. Bewerbungsphase (März bis Mai)

  • Ausschreibungsunterlagen studieren
  • Suche nach weiteren geeigneten fachlichen Partnern  z.B. aus dem Denkmalschutz, Restauratoren, Historiker, Stadtplaner, Architekten usw.
  • Beschreibung der Projektidee/Zielsetzung
  • Aufgreifen der in der Ausschreibung skizzierten Aufgaben (Auswahlkriterien!)
  • Antragsformulare komplett ausfüllen und fristgerecht einreichen

3. Planungsphase (bis zu den Herbstferien)

  • Vorbereitung einer Projektwoche
  • Zusammenstellung des Schulteams / Einteilung von kleinen Schüler-Arbeitsgruppen
  • Teamgespräche mit den fachlichen Partnern
  • Briefing der Schüler und Erarbeitung der Basisinformationen zu den Themen Städtebaulicher Denkmalschutz und Kulturerbe (ggf. durch die Partner)
  • Besichtigung des Denkmals
  • Erarbeitung konkreter Fragestellungen und Zielsetzungen
  • Skizzieren der Darstellung der angestrebten nachhaltigen Projektergebnisse (Flyer, Broschüre, Ausstellungen, Stadtführungen, Spendenaktionen etc.)
  • Schulinterner Auftakt-Workshop
  • Teilnahme an der Startveranstaltung aller Projektteilnehmer (für 1-2 Lehrkräfte je Schulteam)
  • laufende Dokumentation

4. Erkundungsphase (bis zu den Weihnachtsferien)

  • Inputgespräche mit den fachlichen Partnern
  • Fertigstellung der Arbeitspläne (Tätigkeiten und Fristen)
  • Themenrecherche
  • Anfertigung eines Zwischenberichtes (3-4 Seiten Umfang)
  • laufende Dokumentation

5. Auswertungsphase (bis zu den Osterferien)

  • Berichte der Schülergruppen
  • Sammlung von Unterrichtsmaterialien
  • Gestaltungsideen für die Präsentation zusammentragen
  • Präsentieren üben vor Mitschülern und den Partnern
  • Erstellung Flyer, Broschüre, Ausstellung, Stadtführung etc.
  • laufende Dokumentation
  • Erfahrungsaustauschtreffen (1-2 Lehrkräfte und 1-2 Schüler) mit allen Projektteilnehmern
  • Pressearbeit

6. Präsentationsphase (bis zu den Sommerferien)

  • Präsentations-Workshop
  • Abschlusspräsentation
  • Abschlussbericht (3-4 Seiten)
  • Vorstellung Flyer, Broschüre, Ausstellung, Stadtführung etc.
  • Aufbereitung der Projektergebnisse zur Nutzung durch andere Schulen

Finanzierung

Finanziert wird denkmal aktiv außer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz auch von Beiträgen verschiedener Kooperationspartner: Der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Kultur- bzw. Bildungsministerien von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, dem Ministerium für Bauen und Verkehr NRW, der Klosterkammer Hannover, dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, dem LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen sowie Partnern aus der Wirtschaft. Schirmherrin des Schulprogramms ist die Deutsche UNESCO-Kommission.

Die Projekte der Schulen werden mit 2.400 € (federführende Schulen) bzw. 1.800 € (Verbundschulen, einzelne Schulen, Einrichtungen der Lehreraus- und Fortbildung) gefördert. Drittmittel z.B. über Sponsoren oder Lottomittel sind zulässig, müssen allerdings selbstständig beantragt werden.

Folgende Kosten können damit gedeckt werden:

  • Reisekosten
  • Honorarkosten, Unterstützungsleistungen für fachliche Partner
  • Literatur-, Lehr- und Lernmaterialien
  • Aufbereitung und Dokumentation der Projekte
  • Teilnahme an Workshops
  • Recherche und Informationsbeschaffung

Technische Anschaffungen können nur bedingt gefördert werden und müssen vorher abgestimmt werden.

Die Fördergelder sind zweckgebunden und dürfen nur im Bewilligungszeitraum verwendet werden. Schlussabrechnungen erfolgen durch Kopien und Belege. Restbeträge müssen zurückgezahlt werden.

Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt in 2 Tranchen (zu Projektbeginn und nach Anforderung des Schulteams).