Denkmal des Monats 2016

Unter dem Motto „Alte Stadt - Museum oder Zukunftslabor“ lag der Fokus der zwölf Denkmale im Jahr 2016 darauf, das Zusammenspiel von Handwerk und Denkmal sichtbar zu machen und über die historischen Gebäude Traditionen und historische Zeugnisse alten Handwerks im Land Brandenburg vorzustellen.

 

 

 

Januar

Neuruppin | Museum im Noeldechen-Haus

Das sogenannte Noeldechen-Haus in der Neuruppiner August-Bebel-Straße wurde 1791 als klassizistisches Wohnhaus erbaut. Es ist eines der prächtigsten seiner Art in der Stadt. Seit Mitte der 1950er Jahre beherbergt das imposante Gebäude das auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Museum der Fontanestadt Neuruppin.

Das Neuruppiner Museum gilt als wertvolle Komponente des Kultur- und Bildungsangebotes, es erforscht und vermittelt das kulturelle Erbe der Stadt sowie der Region und trägt zur Identitätsstärkung bei.

Die Auszeichnung findet am 14. Januar 2016 um 16:00 Uhr statt.

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2

Februar

Lenzen | Ehemaliges "Deutsches Haus"

Das als Eckgebäude durch seine lange Fassadenfront wirkende Fachwerkgebäude als Einzeldenkmal ist dominanter und unverzichtbarer Bestandteil der platzartigen Bebauung um die Kirche der Stadt Lenzen und gehört so zum unmittelbaren Stadtkern von Lenzen.

Der Ausbau des „Deutschen Haus“ Lenzen zu einem multifunktional genutzten „Lenzener Auenforum“ erfolgte mit dem Ziel der Erweiterung und Vernetzung fachbezogener Projekt-, Forschungs- und Bildungsarbeit und der Verbesserung des kulturellen und regionaltypischen Angebotes im Ortskern Lenzens.

Die Auszeichnung findet am 25. Februar 2016 um 14.00 Uhr statt.

Die Kurzinformation im PDF-Format gibt es hier.

März

Herzberg (Elster) | Rosa-Luxemburg-Straße 11

Blumenhaus Petzoldt steht in großen Buchstaben an der Fassade des Gebäudes Rosa-Luxemburg-Straße 11. Mit der umfassenden Modernisierung und Instandsetzung des um 1790 erbauten Wohn- und Geschäftshauses sind nicht nur bautechnische Mängel und Schäden sondern vor allem die altstadtuntypischen Veränderungen an der Fassade verschwunden.

Heute strahlt die Fassade wieder nach historischem Vorbild mit neuen Fenstern und einem mit roten Dachziegeln eingedeckten Walmdach.

Die Auszeichnung findet am 8. März 2016 um 11.00 Uhr statt.

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April

Altlandsberg | Brau- und Brennhaus im Domänenhof des Schlossgutes

Das Schlossviertel mit Schloss, Wirtschaftsgebäuden und Lustgarten war nach den Schäden des dreißigjährigen Krieges eine imposante Investition. Otto von Schwerin brachte hier besonders seine Erfahrungen aus Holland mit ihrer damals führenden Kultur-und Baukunst ein.

Nach umfangreichen Beräumungs- und Bauarbeiten, wobei auch die Jugendbauhütte eingebunden war, wurde der Wiederaufbau bis Frühjahr 2015 realisiert. Anknüpfend an die alte Tradition soll ab 2016 eine Gasthausbrauerei und eine Brennerei in Betrieb genommen werden.

Die Auszeichnung findet am 3. April 2016 um 17.00 Uhr statt.

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Die ehemalige Seniorenkurie des Domstifts und heutiger Teil der Ev. Grundschule in Brandenburg an der Havel

Mai

Brandenburg an der Havel | Mühlentorstraße 9

Bei dem barocken Gebäude Mühlentorstraße 9 handelt es sich um ein besonders Kleinod: Es ist ein kaum verändertes, immer liebevoll gepflegtes Gebäude von 1775 mit vielen erhaltenen bauzeitlichen Details. 

Nach einer umfassenden, sehr behutsamen und respektvollen Instandsetzung zogen die beiden Geigenbauer Almuth und Ian McWilliams 2011 in das wunderschöne Haus und richteten 2012 auf dem Grundstück ihre kleine, aber feine Geigenbaumanufaktur (Crawford Instruments) ein.

Die Auszeichnung findet am 27. Mai 2016 um 15.00 Uhr statt.

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Juni

Perleberg | Alte Schmiede | Parchimer Straße 11a

Das Grundstück Nr. 11 ist in dem seit dem Mittelalter existierenden Straßenzug Judenstraße in einer Reihe von Handwerkerhäusern eingebunden. Hier wird exemplarisch deutlich: Die Wassernähe war Voraussetzung für Weißgerber und Färber.

Gemeinsam mit dem Architekten erfolgte im Jahre 2002 unter Wahrung der historischen Gebäudestruktur und unter Berücksichtigung der Auflagen der Denkmalschutzbehörde die umfassende Modernisierung und Instandsetzung. Seit 2014 wird die „Alte Schmiede“ als Wohngebäude genutzt.

Die Auszeichnung findet am 26. Juni 2016 von 10.30 - 11.30 Uhr in der Alten Schmiede statt.

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Juli

Beeskow | Hüfnerhaus Adrianstraße 11

Kurfürst Rudolf I. König von Sachsen schenkte der Stadt 1326 das Adriansdorf, nördlich der Altstadt gelegen. Später erfolgte der Abbruch des Dorfes und die Einwohner wurden vor dem Fürstenwalder Tor umgesiedelt. Die heutige Adrianstraße war die neue Dorfstraße, an der die Häuser wieder erbaut wurden.

Mit dem Wohnhaus ist außerhalb der Altstadt eines der ältesten Profanbauten Beeskows überliefert. Restauratorische Untersuchungen ergaben, dass das Gebäude Bauteile aus dem Jahr 1668 aufweist. Die Stadt Beeskow begann 2008 mit der Sanierung des leerstehenden Gebäudes und des dazugehörigen Nebengebäude mit dem Ziel ein Hüfnerhaus zu eröffnen. Im Inneren des Gebäudes werden die Traditionen und Lebensweisen der Hüfner anschaulich dargestellt.

Die Auszeichnung findet am 7. Juli 2016 statt.

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August

Kyritz | Budenhäuser | Weberstraße 99/101/103

Die „Budenhäuser“ wurden zur Auszeichnung als Denkmal des Monats ausgewählt, da es sich um eines der wenigen teilweise noch bauzeitlich erhaltenen Ensembles dieser Art handelt, die für die brandenburgischen Kleinstädte früher typisch waren.

Die Akten belegen, dass überwiegend Tagelöhner Eigentümer waren und teilweise als Familie mit mehreren Kindern in diesen Kleinsthäusern lebten. Mehrfach werden auch Witwen als Eigentümer genannt. Bemerkenswert ist jedoch, dass neben Handwerksgesellen auch Handwerker wie Maurer, Zimmermann, Dachdecker oder Tischler als Eigentümer und Bewohner dieser „Budenhäuser“ aufgeführt sind.

Trotz der Randlage im Stadtkern, aber in unmittelbarer Nähe zum Klosterviertel, bilden diese Häuschen einen wichtigen Baustein in der Gesamtstrategie der Sanierung der Stadt.

Die Auszeichnung findet am 19. August 2016 statt.

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September

Beelitz | Berliner Straße 200

Es handelt sich um ein fünfachsiges Gebäude dessen Straßenansicht die Berliner Straße prägt. Insgesamt zählt das Gebäude aufgrund seiner Lage in der Hauptgeschäftsstraße zu den wichtigen Gebäuden in der Beelitzer Altstadt.

Hier wird ein Hofladen eines ortsansässigen Unternehmens entstehen. Zusammen mit den historischen Fliesen soll so die Atmosphäre eines historischen Handelsgeschäfts entstehen.

Als eines der letzten zu sanierenden Gebäude wurde bei Berliner Straße 200 besonders auf die Ästhetik, nicht nur des Gesamtkonzeptes sondern auch der vielen Details geachtet.

Die Auszeichnung findet am 8. September 2016 um 12.00 Uhr statt.

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Die Goetheschule in Kyritz

Oktober

Bad Freienwalde | Karl-Marx-Straße 24a

Innerhalb des Denkmalbereichs Historischer Stadtkern von Bad Freienwalde beschränkt sich die Hofbebauung des marktplatzseitig erschlossenen Grundstücks Karl-Marx-Straße 24 heute auf das überlieferte Autowerkstattgebäude des ehemaligen Kraftwagenhändlers Hans-Emil Spörl (1874-1969), welches 1940 fertig gestellt wurde.

Dieses für Bad Freienwalde wichtige, die gewerbliche Entwicklung der Stadt beispielhaft widerspiegelnde Einzeldenkmal wird derzeit saniert und die Umnutzung als Planungsbüro vorbereitet.

Die Auszeichnung findet am 16. Oktober 2016 um 11.00 Uhr statt.

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November

Luckau | Wohn- und Geschäftshaus "Hauptstraße 10"

Das Wohn- und Geschäftshaus „Hauptstraße 10“ ist Teil der geschlossenen traufständigen Bebauung auf der Nordseite der Hauptstraße. Im Inneren des Hauses sind wesentliche um 1927 aus verschiedenen Hölzern hergestellte Ausstattungselemente, wie die Innentreppe, Wandpaneele, Kassettendecke, Wandschrank mit Gittertür und Türen, aus der Tischlerwerkstatt Wilhelm Paternoster erhalten.

Das Grundstück ist in seiner historisch überlieferten Bebauung aus Wohn- und Gewerbebereich vollständig erhalten. Es ist damit als Zeugnis der wirtschaftlichen und handwerklichen Entwicklung in der Stadt von besonderer stadt- und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung.

Die Auszeichnung findet am 17. November 2016 um 17:00 Uhr statt.

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Dezember

Wittstock/Dosse | Haus der Begegnung | Gröperstraße 20

Das Gebäude Gröperstraße 20 wird im Wittstocker Häuserbuch erstmals 1697 datiert im Besitz des Tuchmachers Jochen Edler (?). Im sog. Vierergewerk, gebildet aus Tuchmachern, Gewandschneidern, Schustern und Bäckern, war die Tuchmacherei auch im Hinblick auf die Stadtentwicklung dominant.

Durch Grundstückstausch kam die Ratswaage 1965 in den Besitz der evangelischen Kirche und dient seit 1996 als Jugendtreff und Freizeitgestaltung. Die Gröperstraße 20 kam 2003 durch Ankauf hinzu. Im Einklang mit den kommunalen Initiativen wird das "Neue Haus der Begegnung" in kirchlicher Trägerschaft einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität und zur Belebung der Wittstocker Altstadt beisteuern.

Die Auszeichnung findet am 6. Dezember 2016 um 18.00 Uhr statt.

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