Zerstört – Erhalten – Gerettet: Lebenswerte Altstädte

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Im Themenjahr 2020 – 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – präsentieren sechs Städte mit historischen Stadtkernen ihre Geschichte der Stadt­entwicklung nach 1945: das Neu-Finden, das Er-Finden, das Wieder-Finden ihrer Stadt. Ausstellungen im öffentlichen Stadtraum und individuelle Hör­führungen thematisieren Brüche und Umbrüche, Bedeutungswandel und Denkmalerhaltung bis hin zur Bürgerbewegung und den lebenswerten Altstädten im Zeitraum von 1945 bis heute.

Zu erleben sind die Ausstellungen und Hörführungen ab Mai in den historischen Stadtkernen von Altlandsberg, Bad Belzig, Branden­burg an der Havel, Beeskow, Doberlug-Kirchhain und Wusterhausen/Dosse.

 

 

Termine

Altlandsberg: Denk-mal an den Krieg – Monumente in Friedenszeiten

Eröffnung: 16. Mai 2020, nachmittags, Kirchplatz bzw. Schlossgut

Die Ausstellung und der Audio-Stadtrundgang führen an drei verschiedene Kriegs­mahnmale in der Stadt, die an 1870/71 und an die beiden Weltkriege erinnern. Wie haben sich das Gedenken und Erinnern verändert, wie wurde neu gedeutet? Was wurde wann hinzugefügt oder weggelassen? Welche Einzelschicksale stehen hinter den eingravierten Namen?

Im Rahmen des Tags der Städtebauförderung findet die Eröffnung der Ausstellung und der neuen Hörführung sowie die Feier zur Fertigstellung der Schlossterrasse auf dem Schlossgut statt.        

Bad Belzig: Gerettet-Erhalten-Saniert: Lebenswerte Altstadt Bad Belzig

Eröffnung: 16. Mai 2020, 14:00 Uhr, Rathaus

Die Ausstellung in Bad Belzig stellt markante Orte und stadtbildprägende Gebäude vor, an denen besonders gut die Erfolge der Stadtsanierung seit 1990 sichtbar werden. Damit werden die Ergebnisse des Projektes „WendePunkte“ von 2009 fortgeschrieben.

Im Rahmen des Tags der Städtebauförderung und in Anwesenheit von Bauminister Guido Beermann werden Ausstellung und Hörführung eröffnet.

Beeskow: Zerstört und doch Bewahrt: Der historische Stadtkern von Beeskow in der Nachkriegszeit

Eröffnung: 29. Mai 2020, 12:00 Uhr, Rathaus

Die Marienkirche ist eines der, zwar durch kriegerische Handlungen beeinträchtigten, aber dennoch erhalten gebliebenen und sanierten historischen Gebäude Beeskows. Einige von ihnen sollen beispielhaft den Prozess des örtlichen Städtebaus zwischen „Zerstörung“ und „Bewahrung“ anhand von bisher selten gezeigten Fotos aus der direkten Nachkriegszeit mit gelegentlichen Voraus- bzw. Rückblicken erzählen.

Die Ausstellung wird in Anwesenheit von Kulturministerin Manja Schüle eröffnet.

Brandenburg an der Havel: Spiegel der Gesellschaft. Stadtplanungen in Brandenburg an der Havel

Eröffnung: 5. Juni 2020, 13:00 Uhr, Paulinerstraße 10/11

Für die Zeit seit der partiellen Kriegszerstörung 1945 bis heute lassen sich in Branden­burg an der Havel markante Maßnahmen der ergänzenden Stadtreparatur bzw. Über­planung entsprechend dem jeweiligen Zeitgeist nachzeichnen. Das Stadtbild und seine Ergänzungen und Überprägungen sind dabei stets ein Spiegel der Gesellschaft mit oft wechselnden Prämissen.

Die Ausstellung wird in Anwesenheit von Minister Guido Beermann eröffnet.

Wusterhausen/Dosse: Was alte Postkarten erzählen

Eröffnung: 5. Juni 2020, 10:00 Uhr, Rathaus

Ansichtskarten aus der Zeit von 1949 bis 1989 stellen sich dem Vergleich mit dem heutigen Stadtbild. Gezeigt werden Veränderungen und Verluste, aber auch positive Entwicklungen und Beispiele privaten Engagements zur Rettung historischer Bausubstanz im Stadtkern. Weitere Stationen ergänzen das bisherige Angebot des akustischen Stadtrundgangs.

Doberlug-Kirchhain: Die NVA in Doberlug-Kirchhain – Das Leben von Soldaten und Bürgern Seite an Seite

Eröffnung: 21. Juni 2020, 11:00 Uhr, Schloss Doberlug  

Vom Bahnhof bis hin zur Gaststätte – nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele öffentliche Einrichtungen sowohl von einheimischen Bürgern als auch von Soldaten der NVA genutzt. Ein Rundgang durch die Planstadt Doberlug zeigt die Nutzung und Nachnutzung dieser Begegnungsstätten im Zeitraum von 1950 bis heute. Berichte und Geschichten von Zeitzeugen machen die Gebäude lebendig. Eine Sonder­aus­stellung im Museum Schloss Doberlug ergänzt und vertieft das Thema weiter.

Die Ausstellung auf dem Schlossplatz wird zusammen mit der neuen Ausstellung im Museum Schloss Doberlug in Anwesenheit von Staatssekretär Rainer Genilke eröffnet.

 

 

Kulturland Brandenburg 2020

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Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg beteiligt sich wieder am Themenjahr von Kulturland Brandenburg. Die Landeskampagne „Krieg und Frieden 1945 und die Folgen in Brandenburg“ erinnert im Jahr 2020 an das Kriegsende vor 75 Jahren.

Kulturland Brandenburg 2020 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen.

Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.