Prediger und Bürger – Reformation im städtischen Alltag

Reformation in Herzberg

Die vom amerikanischen Historiker Arthur G. Dickens formulierte These „The Reformation was an urban event“ bringt einen zentralen Aspekt der Reformationsbewegung auf den Punkt: Die Stadt war als Ort der Bildung, des geistigen Austauschs, der Kirchenkritik, der zünftischen Organisation und damit der Kommunikation ein idealer Rahmen für das Entstehen einer reformatorischen Öffentlichkeit – ein überaus interessanter, jedoch bisher wenig erforschter Aspekt der städtischen Entwicklungsgeschichte.

Die Städte, die sich zum Städteverbund Reformation im städtischen Alltag zusammengeschlossen haben, wollen eine breite Aufmerksamkeit auf diesen Aspekt der Stadtgeschichte lenken. Unter dem Titel „Prediger und Bürger – Reformation im städtischen Alltag“ wird die besondere Bedeutung von Städten und der städtischen Öffentlichkeit als Resonanzraum des reformatorischen Wirkens aufgegriffen und ortsbezogen mit Ausstellungen und Veranstaltungen für heutige Besucher sichtbar gemacht.

Gegenstand sind Ereignisse, die in den Städten stattgefunden haben und Personen, die daran beteiligt waren.  In der städtischen Gesellschaft und im damit eng verbundenen kirchlichen Leben ereignete sich die Reformation nicht als ein klar zu datierendes punktuelles „Ereignis“, sondern als lang andauernder Prozess der Auseinandersetzung und des Umbruchs.

Der Verlauf gestaltete sich von Stadt zu Stadt unterschiedlich – je nach Verflechtung von Kirche und Gesellschaft vor Ort. Die Quellenlage lässt es zu Interessantes, Spannendes und Neues aus der Geschichte der beteiligten Städte zu vermitteln und zum Teil sogar an authentischen Orten wie Kirchen, Klöstern, Schulen oder Bürgerhäuser festmachen.




Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Städteverbunds:
http://www.prediger-und-buerger.de

Städteverbund

Zu Beginn des Jahres 2012 schlossen sich die brandenburgischen Städte Jüterbog, Mühlberg/Elbe, Herzberg (Elster), Treuenbrietzen, Uebigau-Wahrenbrück und Doberlug-Kirchhain, die Mitgliedsstädte der Arbeitsgemeinschaft sind, sowie Bad Liebenwerda und Brück zu dem „Städteverbund Reformationsjubiläum 2017“ zusammen. Die genannten Städte befinden sich in Südwestbrandenburg in enger räumlicher Nähe zu den Zentren der Reformationsfeierlichkeiten in Wittenberg und Torgau.

Zentrale Ziele des Städteverbundes sind die wissenschaftliche Aufbereitung historischer Grundlagen der Stätten der Reformation in und um diese Städte, die museale und touristische Aufarbeitung zur Vermittlung der Ergebnisse dieser Forschungen sowie die Vermarktung dieses neu geschaffenen kulturellen und touristischen Angebots. Die Chancen des Reformationsjubiläums 2017 sollen als inhaltliche Klammer genutzt werden, um eine langfristig orientierte bundeslandübergreifende kulturell und touristisch orientierte Zusammenarbeit der Kommunen anzustoßen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Städteverbunds.

Kontakt

Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg

Ansprechpartner Projekt "Prediger und Bürger – Reformation im städtischen Alltag":

Hathumar Drost & Birgit Würdemann

complan Kommunalberatung GmbH
Voltaireweg 4
D- 14469 Potsdam
fon +49 (0) 331 – 20 151 12
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